Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie, Erkrankungen der Bewegungsorgane und Regulationsmedizin
Internistische Hausarztpraxis
  
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Letzte Aktualisierung:  19.05.2007

Bewegung und Gesundheit


Fit bis ins Alter – das ist ein lohnendes Ziel, dass Sie häufig einfach erreichen können, ohne zuviel Geld in die Apotheke zu tragen.

Im Rahmen des 113. Deutschen Internistenkongresses 2007 in Wiesbaden war dem Thema „Sport und Innere Medizin“ eine eigene Veranstaltung gewidmet. Professor Dr. H. Löllgen aus Remscheid erläuterte in seinen Vortrag, warum körperliche Aktivität  bis ins Alter so wichtig ist.

An über 140.000 Menschen über 65 Jahre wurde nachgewiesen, dass regelmäßig körperliche Aktivität die Sterblichkeit um 26 % senkt. Das Herz der sportlich Aktiven muss bis zu 25  % weniger arbeiten.

Es ist bemerkenswert, dass schon strammes Spazierengehen, also beispielsweise drei Kilometer tägliches Walking, für ein deutlich längeres Leben sorgt.

Das Schöne ist: viele kleine Bewegungseinheiten dürfen zusammengezählt werden. Wer das Auto stehen lässt und öfters mal zu Fuß geht und die Treppen dem Aufzug vorzieht, tut sich etwas enorm Gutes.

Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, bleibt länger geistig fit.

Bei älteren Menschen geht es nicht um Wettkampf und Leistung, sondern allein um regelmäßige körperliche Aktivität.

Für die Jüngeren: falls Sie sich noch nicht regelmäßig bewegen (Faustregel: Mindestens 2 ½ Stunden pro Woche in mindestens drei Portionen), fangen Sie gleich damit an. Sie sollten nicht warten, bis Sie 65 sind.




Der Deutsche Sportärztebund hat schon 2004 „Zehn goldene Regeln für gesundes Sporttreiben“ aufgestellt.

 

• Vor dem Sport – Gesundheitscheck:

– besonders Anfänger und Wiedereinsteiger über 35 Jahre
– bei Vorerkrankungen und Beschwerden
– bei Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Bewegungsmangel, Übergewicht.
Wenn ja: erst zum Arzt, dann zum Sport.


• Sportbeginn mit Augenmaß

– Langsam beginnen und die Belastung steigern (Intensität, Häufigkeit, Dauer)
– Möglichst unter Anleitung (Verein, Lauftreff, Fitness-Studio)
– Sport möglichst drei bis vier mal in der Woche für 30 bis 40 Minuten


• Überlastung vermeiden

– nach dem Sport darf eine „angenehme“ Erschöpfung vorliegen
– Laufen ohne (starkes) Schnaufen
– Sport soll Spaß und keine Qualen bereiten
– Evtl. Trainingspuls vom Sportarzt geben lassen
– Besser „länger und locker“ als „kurz und heftig“


• Ausreichende Erholung nach Belastung

– Nach einer sportlichen Betätigung auf ausreichende Erholung (Regeneration, Schlaf) achten.
– Nach intensivem Training „lockere“ Trainingseinheiten einplanen.


• Sportpause bei Erkältung und Krankheit

– Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Fieber, Gliederschmerzen, Grippe und sonstigen akuten Erkrankungen: Sportpause, anschließend allmählicher Wiederbeginn.

• Verletzungen vorbeugen (Aufwärmen, Dehnen) und Verletzungen ausheilen lassen

– Schmerzen sind Warnzeichen des Körpers
– Keine Spritzen zum fit machen
– Eventuell vorübergehend andere Sportart betreiben



• Sport an Klima und Umgebung anpassen

– Kleidung soll angemessen, funktionell, aber nicht unbedingt modisch sein. Luftaustausch beachten, an Witterung anpassen.
– Kälte: warme Kleidung, windabweisend, durchlässig für Schweiß nach außen.
– Hitze: Training reduzieren, Flüssigkeitszufuhr beachten
– Höhe: verminderte Belastbarkeit beachten, angepasste Kleidung, Trinken!
– Luftbelastung (Schadstoffe, Ozon): Training reduzieren, Sport am Morgen oder am Abend.



• Auf richtige Ernährung und Flüssigkeitszufuhr achten

– Bier ist kein Sportgetränk

 

 
• Sport an Alter und Medikamente anpassen

– Sport im Alter soll vielseitig sein (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination)
– Medikamente sowie deren Einnahmezeitpunkt und Dosis dem Sport anpassen


• Den Spaßfaktor nicht vergessen

– gelegentlich die Sportart wechseln?
– Sport in der Gruppe oder im Verein
– Sport auch im Alltag: Treppensteigen, zu Fuß gehen. Schnelles Gehen ist Sport!




Aktuelles:

05.04.12

Herzinfarkt

Erhöhtes Risiko bei Schlafstörungen


15.01.12

Handy und Hirntumore

Gefahren bei Kindern und Jugendlichen


06.11.11

B-Vitamin-Mangel:

Häufiger Grund für Beschwerden


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