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Letzte Aktualisierung:  28.12.2011

Reisemedizin

Reisemedizin in der Praxis Dr. Jaschke in Wiesbaden. Bereiten Sie sich mit einer qualifizierte Beratung beim Arzt auf eine gesunde Rückkehr vor
Reisemedizin-Beratung – vor der Reise!

 

Reisenmedizin: Sie haben Reisepläne – Badeurlaub in fernen Ländern, Fotosafari in südafrikanischen Nationalparks oder wollen Sie mit dem Rucksack durch entlegene Gegenden  Südostasiens?

Freuen Sie sich darauf – und denken Sie daran vorzusorgen. Klimatische Bedingungen können anders sein, die gewohnten Hygienestandards gibt es vielleicht nicht, die gesundheitlichen Risiken können erhöht sein.


Gut ist dran, wer sich vorbereitet: mit einer reisemedizinischen Beratung beim Arzt. Brauche ich Impfungen oder eine Malaria-Prophylaxe? Oder kann ich aufgrund meiner persönlichen Reisepläne oder der Reisezeit vielleicht darauf verzichten? Welche Risiken gibt es im Land meiner Reise-Träume?

Wir bieten Ihnen als CRM travel.NET®-Praxis einen reisemedizinischen Beratungsservice, immer aktuell. Gerne können Sie einen Termin unter
0611- 45 04 36 80 vereinbaren.

• Falls Sie nicht in unserer Region wohnen, hier finden Sie CRM travel.NET®-Praxen in Ihrer Nähe.

• Hier finden Sie – nach Ländern geordnet – weltweite Reisegesundheitsinformationen.

• Hier finden Sie aktuelle reisemedizinische Hinweise (Reisemedizin – aktuell).


Neuerdings übernehmen zahlreiche gesetzliche Krankenkassen die Kosten für die Reiseimpfungen, sofern sie im Zusammenhang mit einer privaten Auslandsreise stehen. Dabei werden sowohl die Impfleistungen des Arztes als auch die Impfstoffe erstattet. Versicherte müssen in der Regel nur die gesetzliche Zuzahlung (10 % des Impfstoffpreises, mindestens 5 € und maximal 10 €) selbst tragen.

Impfkosten für berufliche Auslandsreisen müssen weiterhin vom Arbeitgeber getragen werden.

Die Kosten für die dringend zu empfehlende reismedizinische Beratung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Die Abrechnung der Reiseimpfung erfolgt vorerst nach dem Kostenerstattungsverfahren, d. h. Sie als Versicherter treten für die Leistung zunächst in Vorkasse. Von Ihrem Arzt erhalten Sie eine Rechnung über den Impfstoff und die Impfleistung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Für einige Impfstoffe werden Sie von Ihrem Arzt eine Privatrezept erhalten, das Sie dann mit der Rechnung des Arztes für die Impfleistung zusammen bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Die entstandenen Kosten, abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung, werden Ihnen dann nachträglich erstattet. Es ist denkbar, dass Ihnen der Rechnungsanteil für die Arztleistung nicht in voller Höhe erstattet wird, dies ist von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich.

Sind Sie privat krankenversichert, sollten Sie sich bezüglich einer Kostenübernahme bei Ihrer Krankenversicherung erkundigen.

Manche Krankenkassen erstatten jetzt auch die Kosten für eine Malariaprophylaxe.


Ob auch Ihre Krankenkasse die Kosten für die notwendige Reiseimpfung übernimmt, erfahren Sie im Internet unseres Partners CRM Centrum für Reisemedizin unter www.crm.de/krankenkassen.

Reisemedizin – aktuell. Aktuelle Länderinformationen.

REISEMEDIZIN - aktuell vom 14.12.2011

Ecuador

In der Provinz Morona-Santiago im Osten des Landes sind mittlerweile bereits zehn Menschen an Tollwut gestorben. Alle Infektionen erfolgten durch Kontakt zu Vampirfledermäusen. Weitere 150 Personen erhalten eine Behandlung nach verdächtigem Kontakt zu Fledermäusen. Im September gab es in derselben Region bereits Häufungen von Tollwut bei Rindern durch Fledermausbisse. Das Gesundheitsministerium hat mit einer Impfkampagne für Bewohner dieser Region begonnen. Reisende sollten Impfschutz beachten. Hier lesen Sie mehr über die Tollwut.

Indonesien

Auf den Inseln Lombok und Bali wurden in den letzten Monaten mehrere Fälle von Vergiftungen nach Alkoholgenuss gemeldet, es ist auch zu Todesfällen gekommen. Ursache waren vermutlich mit Methanol verunreinigte Getränke (Cocktails). Auch Touristen waren betroffen, im August verstarb eine Frau aus Aachen während des Urlaubs. Methanolvergiftungen kommen in Indonesien nicht selten vor. Sie können zu schweren gesundheitlichen Schäden (z.B. Gehirnschädigungen und Nierenversagen) führen und schlimmstenfalls tödlich verlaufen. Alkoholische Getränke aus obskuren Quellen, nicht selten als örtliche Spezialität angepriesen, stellen ein hohes Risiko dar und sollten prinzipiell gemieden werden.

Simbabwe

Pressemeldungen zufolge gibt es in der Hauptstadt Harare im Dezember einen Typhus-Ausbruch, die Zahl der Erkrankten soll innerhalb von 14 Tagen von 100 auf 500 angestiegen sein. Hygiene und Impfschutz beachten.

Kenia

Derzeit werden im Turkana-Distrikt im Nordwesten des Landes gehäuft Fälle von Durchfallerkrankungen gemeldet, bei denen es sich teilweise um Cholera handelt. Im November sind 40 Menschen gestorben, mindestens 250 weitere werden aktuell behandelt. Reisende sollten Nahrungs- und Trinkwasserhygiene beachten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 30.11.2011

Mosambik

Aufgrund vermehrter Regenfälle werden bereits im November ungewöhnlich viele Malaria-Fälle diagnostiziert. Es kommt hauptsächlich der Erreger der Malaria tropica vor, die potentiell tödlich verlaufen kann. Neben konsequentem Mückenschutz (Expositionsprophylaxe) - vor allem in der Dämmerung und nachts - sollte bei Reisen nach Mosambik immer auch eine medikamentöse Prophylaxe durchgeführt werden.

Philippinen  

Entlang der Küste der Provinz Bataan (Zentral-Luzon) wurden in Meeresfrüchten erhöhte Toxinwerte bedingt durch eine verstärkte Algenblüte (sog. "Red Tide") gefunden. Dabei handelt es sich um eine Vermehrung bestimmter Rotalgen, deren Gifte über Fische und Schalentiere in die menschliche Nahrungskette gelangen können. Es wurde ein vorübergehendes Fang- und Handelsverbot für Meeresfrüchte von Seiten der Regierung erlassen.

Die hitzestabilen Toxine, die beim Erhitzen nicht inaktiviert werden, können nach oraler Aufnahme Magen-Darmbeschwerden und/oder Nervenlähmungen auslösen oder durch Versprühen algenhaltiger Gischt in Ufernähe zu Schleimhautreizungen der Augen und oberen Luftwege führen. Reisende sollten örtliche Warnhinweise beachten und ggf. auf Verzehr von Meerestieren verzichten.


Russland

In der Region Wolgograd sowie in fünf benachbarten Gebieten sind bis Ende November 136 Menschen an West Nile-Fieber erkrankt, im Jahr 2010 gab es über 300 Fälle in dieser Region. Die Hauptübertragungszeit hat Mitte Juli begonnen und neigt sich jetzt ihrem Ende zu. Trotzdem werden aus der Region Wolgograd weiterhin Neuerkrankungen gemeldet. Mückenschutz beachten.

Indonesien

In West Java wurden seit Mitte September mehrere Ausbrüche von Hepatitis A in Schulen registriert. Vermutlich sind die schlechten Hygienebedingungen des Kantinenessens verantwortlich, weitere Untersuchungen laufen noch. Reisende sollten Impfschutz sowie Nahrungsmittelhygiene beachten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 16.11.2011

Indien

Von Ausbrüchen Japanischer Enzephalitis (JE) sind die nördlichen Regionen Uttar Pradesh (über 3.000 Erkrankungen, mindestens 470 Todesfälle) und Assam (mehr als 1.300 Erkrankungen) besonders betroffen. Auch die Bundesstaaten West Bengal, Bihar (beide im Nordosten) und Tamil Nadu (Süden) und sowie die Städte Delhi und Mumbai melden steigende Erkrankungszahlen. Die Übertragung des JE-Virus auf den Menschen erfolgt über Stechmücken, die vorwiegend abends und nachts aktiv sind. Die staatlichen Behörden versprühen verstärkt Insektizide, Moskitonetze werden an Bewohner verteilt und Kinder geimpft. Insgesamt kommt Japanische Enzephalitis in 20 von 27 Distrikten des Landes vor. Bei Reisen unbedingt Mückenschutz beachten. Reisende mit besonderem Risiko (Reisen in aktuelle Ausbruchsgebiete, Langzeitreisende, Reisende in ländliche Regionen mit Reisanbau und Schweinezucht, Trekking-Reisende mit Zelt- oder einfacher Unterkunft) sollten die Impfung erwägen.

Mexiko

Im zentral gelegenen Bundesstaat Guanajuato wurden in den letzten Monaten zunehmend Erkrankungsfälle an Hepatitis A diagnostiziert. In der am stärksten betroffenen Region San Miguel de Allende gab es 2011 bisher 393 gesicherte Fälle, im Vorjahr waren es nur 37. In Hidalgo dei Parral, Bundesstaat Chihuahua (im Norden des Landes an der Grenze zu USA), kam es Mitte Oktober zu einem Ausbruch mit 40 Verdachtsfällen vor allem bei Kindern. Impfschutz beachten.

Thailand

Aufgrund der schweren Überflutungen in Zentralthailand werden vermehrt Dengue-Infektionen registriert, mit einer weiteren Zunahme in den betroffenen Gebieten ist zu rechnen. Nach Angaben des Ministeriums für öffentliche Gesundheit wurden in diesem Jahr bis Mitte September landesweit über 49.000 Erkrankungen und 36 Todesfälle registriert. Im gesamten Jahr 2010 gab es etwa 58.000 bestätigte Erkrankungen. Die zentralen Regionen sind am stärksten betroffen, im Süden des Landes kommen die wenigsten Fälle vor. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 03.11.2011

Griechenland

Zwischen Mai und Ende Oktober 2011 sind insgesamt 61 Fälle von Malaria tertiana aufgetreten. Davon waren 33 so genannte autochthone Fälle, also bei Personen, die zuvor kein Malariaendemiegebiet bereist hatten. Die übrigen Fälle betrafen Migranten, unter anderem aus Pakistan. Hauptsächlich betroffen ist die Region Evrotas. Mücken, die die Erkrankung übertragen könnten, sind in Griechenland vorhanden, außerdem arbeiten dort zahlreiche Migranten aus Endemiegebieten, über die der Erreger importiert werden kann. Die Behörden haben die Infektionsüberwachung intensiviert und Aufklärungsmaßnahmen für die Bevölkerung laufen an. Reisende sollten gewissenhaft Expositionsprophylaxe durchführen.

Marshallinseln

Erstmals überhaupt sind von den Inseln Dengue-Erkrankungen gemeldet worden. 11 Fälle wurden bestätigt, fast alle sind in der Region der Hauptstadt Majuro aufgetreten. Reisende sollten sich vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Tansania

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist offiziell nur bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (ab dem vollendeten ersten Lebensjahr) erforderlich. Entgegen diesen offiziellen Bestimmungen sind vereinzelt auch bei Direkteinreisen aus Europa am Kilimanjaro International Airport sowie bei der Einreise nach Sansibar vom Festland Tansanias aus Kontrollen des Gelbfieberimpfzertifikats erfolgt, in Einzelfällen war es zu Impfungen vor Ort gekommen.

Das tansanische Gesundheitsministerium hat deshalb zwischenzeitlich folgende Regelung verbindlich festgelegt.

1. Reisende aus Endemiegebieten benötigen eine Gelbfieberimpfung.

2. Reisende aus Nicht-Endemiegebieten (z. B. Europa) benötigen nur dann eine Gelbfieberimpfung, wenn sie in einem Gelbfiebergebiet den Flughafen beim Zwischenstopp verlassen oder mindestens zwölf Stunden in diesem Flughafen auf ihren Anschlussflug warten.

Da die Behörden auf Sansibar Einreisen vom Festland als Ankunft aus einem Endemiegebiet ansehen, wird für die Weiterreise auf die Insel der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erforderlich.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 19.10.2011

Ecuador

Der seit Juli registrierte Masern-Ausbruch greift weiter um sich. Ausgehend von der zentralen Andenprovinz Tungurahua werden jetzt auch Verdachtsfälle aus El Oro (SW) sowie weitere aus den Provinzen Pichincha, Pastaza, Cotopaxi, Guayas und Los Rios gemeldet. Die meisten Erkrankten waren nicht geimpft. Impfkampagnen haben begonnen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums müssen alle Reisenden aus und nach Ecuador ab sofort den Nachweis einer Masernimpfung erbringen.


Mexiko

Aus Hidalgo dei Parral im Bundesstaat Chihuahua (Norden, Grenze zu USA) wird ein Ausbruch von Hepatitis A gemeldet. Bislang gibt es 40 Verdachtsfälle. Betroffen sind Kinder zwischen 5 und 14 jahren, der Infektionsherd konnte noch nicht gefunden werden. Impfschutz beachten.

Thailand

Aufgrund der in diesem Jahr besonders starken Niederschläge während der Hauptregenzeit (September/Oktober) kommt es derzeit in verschiedenen Landesteilen zu Überschwemmungen. Betroffen sind vor allem Gebiete in Zentralthailand, auch Randgebiete Bangkoks, während die Haupttouristengebiete im Süden des Landes wie Phuket, Pattaya, Koh Samui und Hua Hin bislang kaum in Mitleidenschaft gezogen sind. Reisende sollten sich vor Reiseantritt über die aktuelle Lage informieren.

Vietnam

Landesweit wurden laut WHO bis Ende August mehr als 38.600 Dengue-Erkrankungen und 32 Todesfälle gemeldet. Fast alle traten im Süden des Landes auf, besonders betroffen ist Ho Chi Minh Stadt mit etwa einem Viertel der Erkrankungszahlen. Dies entspricht den Fallzahlen des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Das Dengue-Virus wird von vorwiegend tagaktiven Stechmücken übertragen, die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 06.10.2011

Kenia  

Aus der Ortschaft Mandera im Nordosten des Landes (Grenzgebiet zu Äthiopien und Somalia) werden mehr als 1.000 Erkrankungen an Dengue-Fieber, einer grippeähnlich verlaufenden Viruskrankheit. gemeldet. Vermutlich handelt es sich hier um die ersten Anzeichen eines größeren Ausbruches in der Region. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Österreich

In diesem Jahr wurden bis Ende September bereits hundert FSME-Erkrankungen (Frühsommer-Meningoenzephalitis) aus allen Regionen des Landes gemeldet. Üblicherweise gibt es jährlich landesweit zwischen fünfzig und achtzig Fälle. Die erhöhten Meldezahlen in diesem Jahr sind vermutlich durch den warmen Herbst bedingt. Das FSME-Virus wird durch Zecken übertragen. Die Saison geht mit Beginn der kühleren Jahreszeit zuende.

Saudi-Arabien

Der diesjährige Hajj wird voraussichtlich zwischen dem 4. und 9. November stattfinden. Für Pilger und Saisonarbeiter gelten nach Angaben des saudischen Gesundheitsministeriums folgende Bestimmungen und Empfehlungen:

• Einreisende aus Gelbfieber-Endemiegebieten müssen eine gültige Gelbfieberimpfung vorweisen.

• Eine Impfung mit einem Vierfach-Impfstoff gegen Meningitis (ACYW135), die vom  zehntenTag nach der Applikation für drei Jahre gültig (und wirksam) ist. muss von allen Pilgern ab zwei Jahren nachgewiesen werden.

• Alle Pilger, die aus Poliomyelitis-Endemiegebieten oder Ländern mit wieder aufgetretenen Polioerkrankungen einreisen, müssen die Einnahme des oralen Polioimpfstoffes (OPV) mindestens 6 Wochen vor Einreise nachweisen. Zusätzlich erhalten sie an der Grenze eine weitere Gabe von OPV. Für Kinder unter 15 Jahren gilt diese Vorschrift auch, wenn sie aus Ländern kommen, in denen in den letzten zwölf Monaten importierte Polioerkrankungen aufgetreten sind.

• Eine Grippeimpfung gegen saisonale Influenza ist dringend empfohlen, insbesondere bei Pilgern mit Vorerkrankungen und medizinischem Personal.

• Empfohlen wird darüber hinaus ein möglichst umfassender Impfschutz, darunter derzeit besonders der Schutz gegen Masern.  

• Verboten ist weiterhin die private Einfuhr von frischen Nahrungsmitteln.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 21.09.2011

Estland

In Viljandi, Hauptstadt des gleichnamigen Kreises im Süden des Landes, wird seit Ende August ein sprunghafter Anstieg von Hepatitis A-Erkrankungen beobachtet. Bis Mitte September sind 25 neue Fälle aufgetreten, landesweit wurden in diesem Jahr bisher 41 Erkrankungen gemeldet. Den letzten größeren Ausbruch gab es 1993 mit 614 Erkrankten. Die Quelle des Ausbruchs konnte noch nicht sicher festgestellt werden. Reisende nach Estland sollten auf einen ausreichenden Impfschutz gegen Hepatitis A achten.

Brasilien  

Im gesamten Land besteht ein hohes Risiko für Dengue-Fieber, eine grippeähnlich verlaufende Erkrankung. In der ersten Jahreshälfte gab es über 715.000 Fälle, besonders betroffen ist der Bundesstaat Rio de Janeiro. Im letzten Jahr haben sich in Brasilien mehr als eine Million Menschen mit dem Dengue-Virus infiziert. Reisende sollten sich vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Frankreich

In den Departments Vaucluse (Südosten) und Somme (Norden) sind acht schwere Fälle von Botulismus aufgetreten. Ursächlich war der Verzehr einer Olivenpaste (franz. "Tapenade"), die in Cavaillon (Vaucluse) in einer kleinen Manufaktur hergestellt worden war (Markenname "Les delices de Marie-Claire"). Der Betrieb wurde geschlossen, alle dort hergestellten Produkte werden aus dem Handel genommen. In Frankreich treten jährlich etwa 20 Fälle der Erkrankung auf.

Das Botulinumtoxin wird vom Bakterium Clostridium botulinum gebildet und führt zu Muskellähmungen, in schweren Fällen zum Tod. Zur Behandlung wird ein Gegengift gegeben.

Chile

In der Hauptstadt Santiago wird aktuell eine Häufung von Typhus-Fällen beobachtet, sieben Erkrankungen wurden von offizieller Seite bestätigt. Die Übertragung erfolgt über kontaminierte Nahrung oder Trinkwasser, entsprechende Kontrollen wurden intensiviert. Reisende sollten Hygiene beachten, gegebenenfalls ist die Impfung zu erwägen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 07.09.2011

Griechenland

Ein Rumäne, der sich Ende Juli im südlichen Griechenland (Peleponnes) aufgehalten hatte, ist an Malaria tertiana, einer weniger gefährlichen Form der Malaria, erkrankt. Er hatte zuvor kein Gebiet bereist, in dem die Malaria heimisch ist, so dass man davon ausgehen muss, dass er sich in Griechenland infiziert hat. Griechenland ist seit 1974 malariafrei. Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden sind bereits seit Juni 2011 insgesamt sechs Menschen an Malaria erkrankt, ohne sich zuvor in einem Endemiegebiet aufgehalten zu haben. Alle Fälle ereigneten sich auf der Peleponnes-Halbinsel. Die Behörden haben die Infektionsüberwachung intensiviert, Aufklärungsmaßnahmen für die Bevölkerung laufen an. Reisende sollten sorgfältigen Mückenschutz in den Dämmerungs- und Nachtstunden betreiben.

China

Nachdem China elf jahre lang Polio-frei war, erkrankten im juli vier Kinder zwischen vier Monaten und zwei Jahren in der Provinz Xinjiang im Nordwesten des Landes. Es bestehen genetische Ähnlichkeiten zu einem Virusstamm, der aktuell in Pakistan vorkommt. Impfschutz beachten.


Italien

Das Robert Koch-Institut berichtet von einem größeren Ausbruch von Infektionen mit Katzenleberegel in Mittelitalien. Betroffen sind Personen, die zwischen dem 20. und 30. Juli 2011 in dem Restaurant "Giggetto" im Dorf Gradoli, ca. 2,5 km entfernt vom Bolsena-See (ca. 90 km nördlich von Rom) rohe, marinierte Schleie-Filets gegessen hatten. Der Ort Gradoli wird auch von vielen deutschen Urlaubern besucht. Bislang sind 12 Menschen infiziert, es gibt 40 weitere Verdachtsfälle.

Die Infektion kann ohne Symptome verlaufen, oder es kommt zu unspezifischen Symptomen wie Fieber, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Gelenkschmerzen oder Durchfall. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis vier Wochen. Unbehandelt kann die Infektion zu Leber- und Gallenwegerkrankungen führen. Alle Personen. die im Juli in besagtem Restaurant rohen Fisch gegessen haben, sollten sich bei ihrem Arzt vorstellen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 24.08.2011

Griechenland, Rumänien u.a. .

Ende Juli sind in Griechenland und Rumänien die ersten Fälle von West Nile-Fieber in diesem Jahr aufgetreten. Bisher wurden aus den beiden Ländern sowie aus Russland und Albanien insgesamt 56 Fälle gemeldet (davon 26 aus Griechenland). Da sich das West Nile-Fieber seit einigen Jahren zunehmend in Ost- und Südosteuropa ausbreitet, wird auch für diesen Sommer und den kommenden Herbst noch mit zahlreichen Infektionen gerechnet. Das Virus wird von infizierten Mücken auf den Menschen übertragen und kann zu Fieber und Muskelschmerzen führen. Später können Lymphknotenschwellungen, Hautaussdiiag und eine Hirn- oder Hirnhautentzündung hinzukommen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Irland

Die Gesundheitsbehörden weisen auf einen raschen Anstieg der Masern-Erkrankungen hin. Seit Jahresbeginn sind im ganzen Land 135 Fälle aufgetreten, davon über 70% im nördlichen Dublin. Impfschutz beachten.

Malediven

Vom Inselstaat wurden in diesem Jahr nach WHO-Angaben bereits über 1.600 Dengue-Erkrankungen mit vermutlich neun Todesfällen gemeldet. Von schweren Verläufen sind häufig Kinder betroffen. Die Hauptstadt Male sowie die Insel Hulhumale verzeichnen die höchsten Fallzahlen. Im Jahr 2010 traten landesweit 920 Dengue-Fälle auf, der letzte schwere Ausbruch war 2006 mit 2.768 registrierten Erkrankungen. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken beachtenl

Indonesien

Seit November 2008 sind auf Bali 148 Menschen an Tollwut gestorben, davon 18 in diesem Jahr. Es wird von ca. 58.000 Hundebissen pro Jahr ausgegangen. Zwischen Oktober 201 0 und März 2011 wurden auf Bali 70% der Hundepopulation geimpft, eine zweite Phase läuft seit Mai dieses Jahres. Das Ziel, die vollständige Ausrottung, kann nach neuen Expertenschätzungen frühestens 2015 erreicht werden. Auch aus anderen Regionen Indonesiens werden Fälle berichtet. In der Region East Nusa Tenggara, zu der auch die Insel Flores gehört, sind seit 1997 216 Menschen an Tollwut verstorben. Reisenden ist die prophylaktische Impfung zu empfehlen. Lesen Sie hier mehr über die Tollwut.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 22.06.2011

Dominikanische Republik

Im Zuge der aktuellen Epidemie im Nachbarland Haiti sind auch in der Dominikanischen Republik zahlreiche Menschen an Cholera erkrankt. Das Gesundheitsministerium bestätigt 1.546 Erkrankungen und 46 Todesfälle seit November 2010. Auch die Hauptstadt Santo Domingo ist betroffen. Die Infektionsgefahr für Reisende ohne engen Kontakt zu Erkrankten, beispielsweise in Krankenhäusern oder Flüchtlingslagern, ist gering. Hygiene beachten, ggf. Impfschutz.

EI Salvador

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes müssen alle Reisenden aus Europa ab 1. Juli 2011 bei der Einreise am Flughafen einen Impfnachweis gegen Masern und Röteln vorlegen.
 

Indien

Im Bundesstaat Maharashtra wurden in 2011 bereits vor Beginn des Monsuns im Juni hohe Malaria-Fallzahlen gemeldet. In den ersten vier Monaten dieses Jahres soll es bereits 28.400 Fälle gegeben haben, das sind 8.000 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Besonders betroffen ist Mumbai (Bombay), hier wurden mehr als 16.500 Erkrankungen und elf Todesfälle gemeldet. Dringend Mückenschutz und ggf. medikamentöse Malariaprophylaxe beachten.

Kongo, Republik


Seit Anfang Juni wird ein Ausbruch von Chikungunya mit über 900 Fällen aus Brazzaville im Süden des Landes gemeldet. Die Erkrankung geht mit Fieber und starken Gelenk- und Muskelschmerzen einher. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Südafrika

Mehr als 200 Patienten werden zur Zeit wegen Influenza A(H1N1) - sog. "Schweinegrippe" - behandelt, 129 davon in der Provinz Gauteng. Auch das benachbarte Swasiland ist betroffen. Der aktuelle Grippe-Impfstoff schützt auch gegen die neue Influenza.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 09.06.2011

Peru

Nachdem Peru zehn Jahre frei von Masern war, sind nun erste Fälle in San Pedro de Tacna (nahe der chilenischen Grenze) aufgetreten. Die Behörden fürchten eine weitere Verbreitung der hochansteckenden Krankheit und werben für die Impfung. Nach deutschem Impfkalender werden zwei Impfungen im Kindesalter empfohlen, fehlende Impfungen sollten nachgeholt werden.

Südafrika

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums und der South African Society of Travel Medicine wird voraussichtlich zum 30. Juni 2011 eine Verpflichtung zur Gelbfieber-Impfung bei der Einreise aus Sambia eingeführt. Um Schwierigkeiten bei der Einreise zu vermeiden, sollten alle Reisenden bei der Einreise aus Sambia bereits jetzt einen gültigen Impfnachweis vorweisen können.

Ukraine

In Mariupol in der Region Donetsk (Südosten des Landes am Asowschen Meer) wurde Anfang Juni ein Cholera-Ausbruch mit bisher fünf bestätigten Fällen gemeldet. Insgesamt dreizehn Patienten wurden mit Durchfallerkrankungen und Verdacht auf Cholera in Krankenhäuser aufgenommen. Allen Patienten geht es unter der Behandlung relativ gut. Eine mögliche Infektionsquelle könnten Fische sein, die in mit Abwässern verunreinigten Gewässern gefangen wurden. Nach Presseberichten haben die Behörden um Mariupol den Fischfang eingeschränkt und ein Badeverbot erlassen.

In den Jahren 1994/95 gab es bereits einen Cholera-Ausbruch mit 1.370 Erkrankten und 32 Todesfällen auf der Halbinsel Krim und im Süden des Landes. Reisende sollten Hygiene beachten, Impfschutz empfohlen.

USA

In den USA wurden in diesem Jahr schon ungewöhnlich viele Masern-Fälle gemeldet, bis Ende Mai waren es 118. 105 Erkrankte waren ungeimpft; 47 Patienten mussten stationär behandelt werden. 45% der Betroffenen waren älter als 20 Jahre. In den Jahren zuvor erkrankten jährlich ca. 50-60 Personen. Im Jahr 2008 wurden 140 Fälle bekannt. Bei den meisten Erkrankungen handelt es sich um eingeschleppte Infektionen aus Europa.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 25.05.2011

Deutschland

Mit Schwerpunkt in Norddeutschland, zunehmend aber auch in anderen Teilen Deutschlands, kommt es seit der zweiten Maiwoche zu einer Häufung von blutigen Durchfallerkrankungen verursacht durch EHEC-Infektionen. Bis zum 25.05.2011 wurden landesweit mindestens 460 Erkrankungen bzw. Verdachtsfälle sowie zwei Todesfälle gemeldet. Vor allem erwachsene Frauen sind betroffen. Der Ausbruch geht mit ungewöhnlich schweren Verläufen mit Komplikationen einher, die zu akutem Nierenversagen führen können. Aufgrund des zeitlich gehäuften Auftretens wird von einer gemeinsamen Infektionsquelle ausgegangen; Gemüse, Rohmilchkäse und ungekochte Fleischprodukte kommen in Betracht. Ein bestimmtes Lebensmittel konnte bislang noch nicht identifiziert werden.

Chile, Panama

Aus Santiago de Chile wurden erstmals seit acht Jahren wieder Masern-Fälle gemeldet. Betroffen ist eine Familie mit einem zehn Monate alten Kind. Es sind große Impfaktionen geplant. Auch in Panama sind erstmals seit 16 Jahren wieder Masern-Fälle aufgetreten. Bei drei Schülern konnte die hochansteckende Erkrankung diagnostiziert werden, nachdem sie von einer Reise aus Europa zurückgekehrt waren. Bei weiteren zehn Verdachtsfällen steht die Bestätigung noch aus. 1995 traten 48 Fälle auf, seitdem keiner. Nach deutschem Impfkalender werden zwei Impfungen im Kindesalter empfohlen, fehlende Impfungen können jederzeit nachgeholt werden.

Indonesien

Eine 54-jährige deutsche Urlauberin ist nach Rückkehr von einem zweiwöchigen Hotelurlaub auf der Insel Bali an Japanischer Enzephalitis erkrankt. Die Patientin wird in Würzburg behandelt. Die Viruserkrankung kann zu einer schweren Hirn- und Hirnhautentzündung führen. Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lähmungserscheinungen, Verwirrt-heit und Bewusstlosigkeit. Die Übertragung erfolgt durch nachtaktive Stechmücken, die in Feuchtgebieten (Reisanbaugebiete) brüten. Reservoir für das Virus sind Haustiere, insbesondere Schweine, aber auch Nager und Vögel. Reisende sollten Mückenschutz beachten, bei besonderem Risiko (Reisen in ländliche Gebiete unter einfachen Bedingungen) ggf. Impfung.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 11.05.2011

Deutschland

Im März ist ein 26-jähriger Mann in einem Krankenhaus in München an Masern verstorben. Ein weiterer Patient, ein Oberarzt und eine Krankenschwester infizierten sich ebenfalls. Gerade bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung oft schwer. Menschen zwischen 20 und 40 Jahren wurden häufig in der Kindheit nicht ausreichend geimpft, haben aber auch keine natürliche Immunisierung durch die Erkrankung durchgemacht und sind jetzt einem hohen Erkrankungsrisiko ausgesetzt. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 780 Masern-Fälle gemeldet. Die meisten kamen aus Bayern (216), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (185), Baden-Württemberg (151) und Berlin (92). Seit Jahresbeginn bis Mitte April wurden insgesamt bereits 473 Masern-Fälle registriert. In diesem Jahr werden die meisten Erkrankungen aus Baden-Württemberg (171) gemeldet, gefolgt von Bayern (162), Hessen (42), Nordrhein-Westfalen (22) und Niedersachsen (20). Nach dem deutschen Impfkalender werden zwei Impfungen im Kindesalter empfohlen. Der Impfstatus sollte bei Kindern, aber auch Jugendlichen und Erwachsenen überprüft und ggf. ergänzt werden.

Kenia

Anfang Mai wurden im Distrikt Baringo (Provinz Rift Va "ey, ca. 200 km nördlich von Nairobi) Fälle von hämorrhagischem Fieber (mit inneren Blutungen einhergehende Erkrankungen) gemeldet, die zunächst als Gelbfieber bestätigt wurden. Nach offizieller Mitteilung des Kenya Medical Research Institute hat sich jedoch in weiteren Laboruntersuchungen bei keinem der 16 Verdachtsfälle Gelbfieber-Virus nachweisen lassen, so dass es sich also nicht um einen Gelbfieber-Ausbruch handelt.

Simbabwe

In mehreren Ausbrüchen landesweit wurden in diesem Jahr schon mehr als 70.000 Malaria-Erkrankungen mit 125 Todesfällen berichtet. Besonders betroffen sind die Provinzen Mashonaland East und Manicaland. Reisende sollten sich vor den dämmerungs- und nachtaktiven Überträgermücken schützen und eine medikamentöse Prophylaxe durchführen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 28.04.2011

Bolivien

Mit landesweit mehr als 11.300 gemeldeten Verdachtsfällen und 2.280 labortechnisch bestätigten Dengue-Erkrankungen seit Jahresbeginn werden bereits im April die Zahlen des gesamten Vorjahres übertroffen; 27 Menschen sind in diesem Jahr schon an Dengue-Fieber gestorben. Am schwersten betroffen sind die Departements Santa Cruz de la Sierra, Beni und La Paz. Die Erkrankung verläuft in der Regel grippeähnlich. Reisende sollten sich vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Madagaskar

Auf der Insel werden im April erneut Fälle von Chikungunya gemeldet. Im vergangenen Jahr gab es einen größeren Ausbruch mit mehr als 2.500 Erkrankungen, von dem besonders die Ostküste betroffen war. Das von überwiegend tagaktiven Stechmücken übertragene Chikungunya-Virus verursacht ein Krankheitsbild mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und vor allem sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen. Mückenschutz beachten.

Paraguay

Landesweit werden mindestens 7.000 Dengue-Erkrankungen mit 30 Todesfällen berichtet. Besonders stark betroffen sind die Provinzen Asunción, Amambay, Alto Parana und Concepción in der Nähe der brasilianischen Grenze (Südosten). Dies ist die größte Dengue-Epidemie in der Geschichte des Landes. Schutz vor Stechmücken beachten.

Philippinen

Von der Insel Palawan wird ein Cholera-Ausbruch mit über 400 Erkrankten und neunzehn Todesfällen gemeldet. Fehlende Abwassersysteme und schlechte medizinische Versorgung begünstigen die Epidemie. Das Risiko für Reisende ist gering. Hygiene beachten, eventuell Impfung.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

 

REISEMEDIZIN - aktuell vom 13.04.2011

Bolivien

Nach Auskunft des bolivianischen Gesundheitsministeriums starben in diesem Jahr bereits 23 Menschen landesweit an Dengue-Fieber, über 4.000 sind erkrankt. Im Department Santa Cruz wurden bisher ca. 1.200 Erkrankungen bestätigt, über weitere fast 3.000 Verdachtsfälle wird berichtet. Hier wurde ein Notstand ausgerufen. Auch aus dem Departement Tarija an der Grenze zu Argentinien wird ein Dengue-Ausbruch mit bisher fünfzehn bestätigten Erkrankungen gemeldet. Mehr als 3.000 Menschen sollen bisher im Departement Beni (Tiefland-Region im Nordosten) erkrankt sein. Die Erkrankung verläuft in der Regel grippeähnlich. Reisende sollten Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten!

Indien

Aus Hyderabad (Hauptstadt von Andhra Pradesh) wird ein Masern-Ausbruch mit über 345 Fällen gemeldet. 95% der Erkrankten sind Kinder, aber auch Erwachsene im Alter von 40-50 Jahren sind unter den Betroffenen. In Indien wird bisher nur eine Impfung empfohlen. Nach dem deutschen Impfkalender sind zwei Impfungen empfohlen. Reisenden sollten ihren tmpfstatus (MMR) überprüfen tassen.


Madagaskar

Seit Anfang Januar sind bereits mehr als 250 Menschen an Pest erkrankt; es gab 60 Todesfälle. Begonnen hat der Ausbruch im Nordwesten der Insel, inzwischen sind fast alle Regionen betroffen. Die von Rattenflöhen übertragene Infektion tritt regelmäßig in der Regenzeit auf. Lesen Sie hier mehr über die Pest.

Philippinen

In der Provinz Capiz auf der philippinischen Insel Panay sind seit Jahresbeginn zwei Menschen nach Hundebissen an Tollwut verstorben. Auch in Vallehermoso auf Negros kam es zu einem Todesfall. Im vergangenen Jahrwurden nach Berichten des Gesundheitsministeriums 206 menschliche Todesfälle an Tollwut verzeichnet. Viele der Erkrankten waren Kinder, die mit ungeimpften Hunden gespielt hatten. Risikoreisende sollten geimpft sein.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 30.03.2011

Australien

Aus der Peel-Region im Südwesten Australiens wird ein Anstieg der Fallzahlen von Ross-River-Fieber (epidemische Polyarthritis) auf das Doppelte der Vorjahreswerte gemeldet. Allein in Perth und Umgebung gab es in diesem Jahr bereits 150 bestätigte Fälle. Auch aus dem Bundesstaat Victoria werden seit Jahresbeginn schon cirka 600 Erkrankungen berichtet. In früheren Jahren trat die Krankheit nicht so weit südlich auf, sondern war auf Queensland und den Norden von New South Wales begrenzt. Ross-River-Fieber ist eine Viruserkrankung, die durch Stechmücken übertragen wird und zu Fieber und Gelenkschmerzen. oft kombiniert mit einem Hautausschlag, führt. Schutz vor tag- und nachtaktiven Mücken beachten.

Hawaii

In Pearl City auf der Insel Oahu sind 4 Fälle von Dengue aufgetreten. Seit dem Ausbruch 2001 wurden aus Hawaii keine Dengue-Erkrankungen mehr gemeldet. Eine weitere Ausbreitung wird nicht befürchtet. Die Krankheit vedäuft in der Regel grippeähnlich. Reisende sollten sich vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Paraguay

Landesweit werden über 2.500 Dengue-Fälle berichtet. Besonders stark betroffen sind die Provinzen Amambay, Alto Parana und Concepcion in der Nähe der brasilianischen Grenze im Südosten. In der Hauptstadt Asuncion und Umgebung im Südwesten des Landes traten 500 Erkrankungen mit neun Todesfällen auf. Mückenschutz beachten.

Spanien

Aus Sevilla und Umgebung wird ein Masern-Ausbruch gemeldet, bei dem seit Anfang Januar bis Mitte März 240 Menschen erkrankt sind. Betroffen sind nicht bzw. nicht ausreichend Geimpfte. Nach dem deutschen Impfkalender sind zwei Impfungen empfohlen. Eine fehlende Impfung kann jederzeit, z.B. anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 16.03.2011

Frankreich, Schweiz

Aus der Region Rhône-Alpes werden seit Jahresbeginn 2.000 Fälle von Masern gemeldet. Im angrenzenden Schweizer Kanton Genf wurden in diesem Jahr bisher 46 Erkrankungen registriert; ca. 60 Prozent davon waren Erwachsene. Die meisten Erkrankten waren nicht oder nicht ausreichend geimpft. Zwei Impfungen (MMR) sind für jeden empfohlen, eine fehlende Impfung kann jederzeit, z.B. an lässlich einer Reise, nachgeholt werden.

Kroatien  

Nachdem im August 2010 bei einem deutschen Reiserückkehrer, der sich auf der Insel Korcula und der Halbinsel Peljesac aufgehalten hatte, Dengue-Fieber aufgetreten war, wurde ein zweiter Fall bei einem Einheimischen, der die Region nicht verlassen hatte, bestätigt. Bei weiteren 15 Personen aus der Region fanden sich anhand von Bluttests Hinweise auf eine durchgemachte Infektion. Da die Dengue-Überträgermücke an der kroatischen Adria-Küste etabliert ist, können erneute Infektionen mit Eintritt der wärmeren Jahreszeit nicht ausgeschlossen werden. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

Mosambik

Aus mehreren voneinander unabhängigen Berichten geht hervor, dass offenbar seit einigen Wochen bei der Einreise nach Mosambik auch aus Nicht-Gelbfieber-Endemie-Ländern die Vorlage einer Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt wird. Aus diesem Grunde wird empfohlen, auch bei direkter Einreise aus Europa über eine gültige Impfbescheinigung zu verfügen.

Myanmar

In Chin State im Westen Myanmars wurden im vergangenen Jahr 30.000 Fälle von Malaria registriert, die Anzahl der malariabedingten Todesfälle wurde nicht mitgeteilt. In den letzten 10 Jahren nahm die Zahl der bestätigten Malaria-Fälle in Myanmar stark zu, die Anzahl der Todesfälle sank jedoch. Die WHO schätzt die Zahl der Malaria-Fälle auf sogar 1 Mio. im Jahr 201O. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen und ein Medikament für die notfallmäßige Selbstbehandlung ("standby-Therapie") mitnehmen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 02.03.2011

Madagaskar

Pest: Seit Anfang Januar sind bereits fünfundvierzig Menschen an der bakteriellen Infektion erkrankt und dreiundzwanzig gestorben. Die meisten Fälle traten in Ambilobe, Manambato und Ambarakaraka im Nordwesten auf; Straßensperren sollen helfen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die von Rattenflöhen übertragene Infektion tritt regelmäßig in der Regenzeit auf. Lesen Sie hier mehr über die Pest.

Nigeria

Lassa-Fieber: Aus Ebonyi (SO) wurde Ende Februar ein bestätigter Fall des hämorrhagischen Fiebers gemeldet. Der Patient verstarb; bei drei weiteren Verstorbenen wird dieselbe Diagnose vermutet. Die Bevölkerung ist aufgerufen, ihre Umgebung sauber zu halten und sich von Ratten und anderen Nagetieren, die für die Übertragung verantwortlich sind, fernzuhalten.

Philippinen

Tollwut: Seit Jahresbeginn starben in der Provinz Capiz auf der philippinischen Insel Panay zwei Menschen an Tollwut durch Hundebisse. Bereits im Januar war aus der Nachbar-Provinz Iloilo ein weiteres Todesopfer berichtet worden. Im letzten Jahr sind nach Berichten des Gesundheitsministeriums 264 Verdachtsfälle von menschlicher Tollwut gemeldet worden, 206 Patienten sind verstorben. Viele der Erkrankten waren Kinder, die mit ungeimpften Hunden gespielt hatten. Risikoreisende sollten gegen die Krankheit geimpft sein. Lesen Sie hier mehr über die Tollwut.

Sri Lanka

Leptospirose: Ende Februar wurden 50 Fälle mit zwei Todesfällen aus Anuradhapura (nördliches Zentrum) gemeldet. Die Bakterien werden durch den Urin von Nagetieren, insbesondere Ratten in Süßwasser, auf den Menschen übertragen. Die Erkrankung tritt häufig nach Überflutungen und hauptsächlich bei Farmern auf.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf




REISEMEDIZIN - aktuell vom 09.02.2011

Tansania, Kenia, Uganda, Burundi, Ruanda

Verstärkte Kontrolle von Gelbfieber-Impfnachweisen:

Aufgrund eines Gelbfieber-Ausbruchs in Uganda, bei dem im Norden des Landes mindestens 226 Erkrankungs- und 53 Todesfälle aufgetreten sind, haben die Länder der East African Community (Burundi, Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda) beschlossen, den Nachweis einer Gelbfieber-Impfung stärker zu kontrollieren.

Die Regierung von Tansania hat an der Grenze zu Uganda Impfstationen eingerichtet, um nicht geimpfte Reisende vor Ort impfen zu können. Die Kontrollen an allen Grenzübergängen und Flughäfen wurden verschärft. Dies gilt auch für Reisen nach Sansibar. Laut Botschaftsangaben sollte auch bei Einreise aus Europa ein gültiger Impfnachweis vorhanden sein, Zwangsimpfungen oder die Verweigerung der Einreiseerlaubnis können nicht ausgeschlossen werden. Eine Impfung wird allen Reisenden empfohlen.

Zur Handhabung der Kontrollen in Kenia und Uganda gibt es noch keine genaueren Angaben. Um Schwierigkeiten bei der Einreise zu vermeiden, sollten alle Reisenden, auch bei direkter Ankunft aus Europa, über einen gültigen Gelbfieber-Impfnachweis verfügen.

Bei Einreise nach Burundi und Ruanda ist die Gelbfieber-Impfung ohnehin für alle Reisenden vorgeschrieben.

Paraguay

Ende Januar wurde aus Alto Paraná im Südosten des Landes ein Ausbruch von Dengue mit bisher 30 bestätigten und mehr als 400 Verdachts- sowie drei Todesfällen gemeldet. Eine Erkrankung und mehrere Verdachtsfälle der grippeähnlich verlaufenden Viruskrankheit gibt es auch im Gebiet nahe der Iguazú-Wasserfälle. Für das vergangene Jahr hat das Gesundheitsministerium insgesamt 13.678 Fälle gemeldet. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Russland

Aus Krasnojarsk, der drittgrößten Stadt Sibiriens, wurde Ende Januar ein Masern-Ausbruch mit bisher neun bestätigten Erkrankungen gemeldet. Reisende sollten über Impfschutz verfügen. Eine fehlende zweite Impfung kann jederzeit, auch anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.

 

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 26.01.2011

Bolivien, Peru

In diesem Jahr gab es in Bolivien bereits neun Todesfälle an Dengue-Fieber, mehr als 3.000 Menschen sollen bisher im Departement Beni (Tiefland im Nordosten) erkrankt sein. Dort wurde der Notstand ausgerufen. Um die Ausbreitung einzudämmen, wurden Spezialisten in die Region geschickt und von der Regierung mehr als 200.000 Dollar bereitgestellt.

Auch aus Peru wird im Januar ein Ausbruch gemeldet, der im Dezember letzten Jahres begann und mit einer ungewöhnlich hohen Zahl an schweren Verläufen einhergeht. Im Departement Loreto (Amazonas-Region) wurden inzwischen 1.130 Fälle mit 26 schweren Verläufen und fünf Todesfällen registriert.

Die Erkrankung verläuft grippeähnlich mit Fieber, starken Kopf- und Gelenkschmerzen. Während die Ersterkrankung in der Regel komplikationslos ausheilt, ist bei einer Zweitinfektion ein schwerer Verlauf mit Blutungsneigung oder Schocksymptomen möglich. Reisende sollten Schutz vor den tagaktiven Überträgermücken beachten.

Mosambik

Von einem Cholera-Ausbruch mit Tausenden Erkrankten und bisher mindestens dreizehn Todesopfern in der jetzigen Regenzeit ist vor allem der Norden der Provinz Nampula (im Osten des Landes) betroffen. Durch anhaltende Regenfälle und das damit verbundene Hochwasser wird die Lage verschärft. Die Hochwasser führenden Flüsse sind stark verunreinigt, es fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Reisende sollten Hygiene beachten und bei einfachen Reisebedingungen geimpft sein.

Philippinen

Im letzten Jahr sind nach Berichten des Gesundheitsministeriums 264 Verdachtsfälle von menschlicher Tollwut gemeldet worden, 206 Patienten sind verstorben. Viele der Erkrankten waren Kinder, die mit nicht geimpften Hunden gespielt hatten. Risikoreisende sollten vorsorglich geimpft sein.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 12.01.2011

Georgien

Ein 11-jähriger Junge, der vermutlich in Aserbaidschan von einem Hund gebissen wurde, ist in der georgischen Hauptstadt Tbilisi an Tollwut gestorben. Er war nach dem Biss nachträglich geimpft worden (sog. Postexpositionsprophylaxe), in welchem zeitlichen Abstand ist aber nicht bekannt. Bereits im November starb ein 17-Jähriger in Tbilisi, der erst drei Monate nach dem Hundebiss medizinische Behandlung erhielt. Risikoreisende sollten geimpft sein bzw. auf die Notwendigkeit der sofortigen Impfung nach einem tollwutverdächtigen Biss hingewiesen werden.

Kanada

Anfang Januar wird ein Masern-Ausbruch in Ottawa (Ontario) mit bisher sechs Erkrankungen gemeldet. Die erste Patientin schleppte das Virus aus den Philippinen ein, bei den weiteren Erkrankten handelt es sich um Kontaktpersonen in Kanada.

Fünf Patienten waren nicht geimpft, einer hatte nur eine Impfung. Seit 15 Jahren hat es keinen Ausbruch und seit 2002 keinen Masern-Fall mehr in der Gegend gegeben. Es werden zwei Impfungen empfohlen, eine fehlende Impfung kann jederzeit, auch anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.

Sri Lanka

Nachdem die Malaria in Sri Lanka bereits kurz vor der Ausrottung stand, sind 2010 wieder 580 Fälle gemeldet worden. Besonders betroffen sind Anuradhapura, Polonnaruwa, Hambanthota, Ampara sowie die nördlichen und östlichen Provinzen. Reisenden wird Schutz vor den dämmerungs- und nachtaktiven Überträgermücken und Mitnahme eines Notfallmedikamentes empfohlen.

Uganda

Im Norden des Landes sind mindestens 191 Menschen an Gelbfieber erkrankt, 49 sind verstorben. Oie Übertragung des Virus erfolgt durch Stechmücken. Gelbfieber ist in Uganda seit 40 Jahren nicht mehr gemeldet worden, die Immunität der Bevölkerung ist dementsprechend schlecht. Damit sich die Erkrankung nicht noch weiter ausbreitet, sollen möglichst rasch Impfkampagnen bei der einheimischen Bevölkerung gestartet werden. Auch Reisende sollten unbedingt geimpft sein.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 15.12.2010

Afrikanischer Meningitisgürtel

Während der Trockenzeit (Dezember bis April) kommt es in den Ländern des "Afrikanischen Meningitisgürtels" (Äthiopien, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Ghana, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Sudan, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik) regelmäßig zu Ausbrüchen von Meningokokken-Meningitis, einer durch Bakterien verursachten Hirnhautentzündung. In der letzten Saison infizierten sich in Afrika fast 90.000 Menschen, von denen mehr als 5.000 verstarben. Reisende sollten Impfschutz beachten .

Libyen

Obwohl Libyen laut WHO als malariafrei gilt, ist im November eine Deutsche an Malaria erkrankt. Zuletzt wurde im Jahr 2000 ein kleiner Ausbruch gemeldet, 2005 gab es zwölf importierte Fälle. In verschiedenen Regionen des Landes gibt es Mückenarten, die Malaria theoretisch übertragen könnten. Außerdem sind in der Fezzan-Region immer wieder Nomaden unterwegs, unter denen es gelegentlich zu Ausbrüchen kommt. Reisende sollten sich vor den dämmerungs- und nachtaktiven Überträgermücken schützen.

Uganda

Seit Ende Oktober sind im Norden des landes zahlreiche Erkrankungs- und einige Todesfälle bisher unklarer Ursache aufgetreten. Das Krankheitsbild ist einem hämorrhagischen Fieber, d.h. einer Erkrankung, die mit inneren Blutungen einhergeht, ähnlich. Entgegen ersten Vermutungen halten Fachleute einen Pest-Ausbruch für sehr unwahrscheinlich. Auch konnte der Übertragungsweg bisher nicht geklärt werden. Betroffen sind hauptsächlich die Distrikte Abim, Agago und Kitgum. Eine weitere Ausbreitung kann nicht ausgeschlossen werden. Bis zur endgültigen Klärung der Krankheitsursache rät das Auswärtige Amt vorsorglich von nicht notwendigen Reisen in die betroffene Region ab.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 01.12.2010

China

Mitte November ist der zweite Fall von Vogelgrippe in diesem Jahr bekannt geworden. Die 59-jährige Frau aus Hongkong hat sich vermutlich auf einem Geflügelmarkt auf dem Festland angesteckt; sie befindet sich zurzeit im Krankenhaus. Es gibt keine Hinweise für eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung. 2009 wurden in China acht menschliche Erkrankungen registriert, fünf Patienten verstarben. Bei der Mehrzahl der Betroffenen konnte Kontakt zu Geflügel nachgewiesen werden. Seit 2003 hat die Vogelgrippe in diversen Landesteilen immer wieder zu örtlichen oder regionalen Ausbrüchen bei Wildvögeln und Nutztieren geführt.


Venezuela

Aus dem südamerikanischen Land wird der größte Ausbruch von Dengue seit Beginn der Aufzeichnungen gemeldet. Inzwischen sind mehr als 106.000 Erkrankungen (darunter 9.339 schwere Verläufe bei Kindern) registriert worden. Die meisten Fälle (12.628) gab es in der Provinz Miranda. Reisende sollten sich vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Vietnam

Mehr als 80.000 Menschen sind in diesem Jahr bisher an Dengue-Infektionen erkrankt, mindestens 59 sind verstorben. Aus den zentralen Regionen, besonders aus dem zentralen Hochland, wird eine deutliche Zunahme der Fälle in den letzen acht Monaten im Vergleich zum Vorjahr berichtet. Aber auch in den südlichen Provinzen ist die Krankheit auf dem Vormarsch. Allein im Oktober wurden in Ho-Chi-Minh-City 2.054 Erkrankungen gemeldet; das ist ein Anstieg um 23 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Mückenschutz beachten.

Ukraine

Mitte November hatten neunzehn Menschen aus dem Zhytomyr Oblast (Provinz im Norden des Landes) Kontakt zu tollwütigen Füchsen und erhalten eine nachträgliche Impfung (sog. Postexpositionsprophylaxe). Anfang November wurden bereits vierzehn Patienten aus dem Dorf Kutishe (gleiche Provinz) behandelt, nachdem sie Kontakt zu einer erkrankten Kuh und ihrem Kalb hatten. Die Tollwut kommt in der Ukraine unter wildlebenden Tieren vor. Insbesondere Füchse und Wölfe sind betroffen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 17.11.2010

Thailand

Seit August 2010 ist eine starke Zunahme von Dengue-Erkrankungen bei Reiserückkehrern aus Thailand nach Deutschland zu beobachten. Während in den Jahren 2001 bis 2009 im August im Durchschnitt fünf Fälle (maximal vierzehn) gemeldet wurden, waren es dieses Jahr 25 Fälle. Auch im September gab es mit 48 Fällen eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren. Als Infektionsorte wurden Bangkok (50 Prozent der Fälle). Inseln im Golf von Thailand (z.B. Ko Samui. Ko Tao), die Region Phuket und der Norden des Landes genannt. Die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Spanien

In Grenada, der Hauptstadt Andalusiens, ist es in einer Schule zu einem Ausbruch von Masern mit bisher 20 Erkrankten gekommen. Impfschutz beachten.

Kongo, Republik

Anfang November wurde ein Polio-Ausbruch mit mindestens 226 Erkrankten und fast 100 Todesfällen gemeldet. Angesichts dieser hohen Sterberate ist davon auszugehen, dass deutlich mehr Menschen infiziert sind als offiziell registriert. Auffällig ist weiterhin, dass es sich bei den Betroffenen zum großen Teil um Personen über 15 Jahre und kaum um kleine Kinder handelt. Es sind große Impfaktionen geplant. Das Virus wurde wahrscheinlich aus Angola importiert.

Haiti

Der Cholera-Ausbruch, der seit 19. Oktober 2010 zu über 16.000 Erkrankungen und mehr als 1.000 Todesfällen geführt hat, hat sich inzwischen bis in die Hauptstadt Port-au-Prince ausgebreitet. In der Stadt, in der durch das Erdbeben von Januar die Wasser- und Abwasserversorgung zerstört ist, leben circa drei Millionen Menschen, fast die Hälfte davon in Flüchtlingslagern.

Eine Cholera-Epidemie in der benachbarten Dominikanischen Republik ist nicht zu befürchten. da die Wasser-Infrastruktur dort in erheblich besserem Zustand ist als Haiti.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 04.11.2010

Ägypten

In der Nildelta-Region wird ein Ausbruch von Konjunktivitis (Bindehautentzündung) mit fast 2.000 Fällen gemeldet. Kontakte mit Erkrankten und gemeinsame Benutzung von Gegenständen (z.B. Handtüchern) meiden. Reisende sollten Hygiene beachten und bei Auftreten von Symptomen sofort einen Arzt aufsuchen.

Barbados

Auf der Karibikinsel ist es zu einem Ausbruch von Dengue-Fieber gekommen. Bis Mitte Oktober wurden 321 Erkrankungen mit drei Todesfällen bestätigt. 2009 gab es nur 91 Fälle. Die von tagaktiven Stechmücken übertragene Erkrankung verläuft grippeähnlich. Mückenschutz beachten.

Haiti

Im Departement Artibonite, wo nach dem schweren Erdbeben vom 12.01.2010 viele der Flüchtlinge leben, sind seit 19. Oktober mehr als 4.700 Menschen an Cholera erkrankt und über 300 verstorben. Es handelt sich um die erste große Epidemie nach dem Beben. Die betroffenen Gebiete liegen nur etwa eine Autostunde von Port-au-Prince entfernt. Die Behörden sind alarmiert, da man eine Ausbreitung auch in der Hauptstadt befürchtet.

Italien

Ein 41-jähriger Algerier hat sich im Veneto, einer Region in Nordostitalien, mit dem West Nile-Virus infiziert und eine Hirnhautentzündung entwickelt. Ausbrüche von West Nile-Fieber werden seit Sommer auch aus Griechenland, Rumänien und Südrussland gemeldet. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

USA

Bis Mitte Oktober wurden weitere Keuchhusten-Fälle aus den USA gemeldet. Kalifornien verzeichnet mit etwa 5.900 Erkrankungen in diesem Jahr die höchsten Zahlen seit 60 Jahren. Einzelfälle gab es auch in Montana, lowa und Washington State. Säuglinge sind am schwersten betroffen, in dieser Altersgruppe wurden zehn Todesfälle berichtet. Impfschutz überprüfen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 20.10.2010

Kroatien

Im August 2010 hat sich ein deutscher Urlauber, der sich im Süden Kroatiens unter anderem in Orebic, Dubrovnik und auf der Insel Korcula aufgehalten hat, mit dem Dengue-Virus infiziert. Dies ist die erste in Kroatien erworbene Dengue-Infektion. Die von Mücken übertragene Krankheit verläuft grippeähnlich. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

Spanien

In der Provinz Huesca im Nordosten Spaniens wurde Anfang Oktober eine Erkrankung an Malaria tertiana, einer gutartigen Form der Malaria, diagnostiziert. Es handelt sich um die erste nicht importierte, sondern vor Ort erworbene Malarialnfektion seit fast 40 Jahren. Der Patient ist mittlerweiie wieder gesund. Obwohl die Anopheles-Mücke, die den Malaria-Erreger auf den Menschen überträgt, in Spanien heimisch ist, wird das Risiko für die Bevölkerung als sehr gering eingeschätzt. Reisende sollten sich in der Dämmerung und nachts vor Mückenstichen schützen.

China

Anfang Oktober wurde erstmals ein Ausbruch von Chikungunya in der Provinz Guangdong im Süden des Landes gemeldet. Bisher gibt es 38 bestätigte Fälle der Virusinfektion, 166 weitere Personen warten noch auf die Testergebnisse. Die Erkrankung geht mit Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und starken Gelenkund Muskelschmerzen einher. Sie wird durch Mückenstiche übertragen. Entsprechender Schutz ist zu beachten.

Nigeria

Ein Cholera-Ausbruch hat laut Regierungsangaben über 1.000 Todesopfer gefordert. Fast 30.000 Erkrankungen wurden in fünfzehn der Bundesstaaten Nigerias registriert. Auch die Hauptstadt ist betroffen. Schwere Überflutungen und die Vertreibung von großen Menschenmengen erschweren die Lage. Hygiene beachten, Impfung ist zu empfehlen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 06.10.2010

Frankreich

Nachdem sich im September erstmals in Nizza (Côte d'Azur) zwei Menschen mit dem Dengue-Virus infiziert haben, werden nun aus dem südfranzösischen Departement Var auch zwei dort erworbene Chikungunya-Infektionen gemeldet.

Der Zustand der beiden betroffenen Mädchen ist stabil. Das von Stechmücken übertragene Chikungunya-Virus verursacht - wie der Dengue-Erreger - ein grippeähnliches Krankheitsbild. Die Behörden haben die Bevölkerung aufgerufen, potentielle Mückenbrutplätze (stehendes Wasser) in den Wohnungen zu vermeiden und sich vor Mückenstichen zu schützen. Maßnahmen zur Mückenbekämpfung wurden verstärkt. Im Zeitraum 2008 bis 2009 sind in Frankreich 693 importierte Dengue- und 86 Chikungunya-Fälle gemeldet worden, hauptsächlich aus Paris und südöstlichen Regionen. Diese Viruseinschleppungen stellen ein ernstzunehmendes Risiko für die südöstlichen Landesteile dar. Da hier auch die Überträgermücke vorkommt, steigt das Risiko, sich in Südfrankreich eine Dengue- oder Chikungunya-Infektion zuzuziehen.

Namibia

Aus Katutura, einem Stadtteil von Windhoek, wurden seit Juni 41 Erkrankungen an Meningokokken-Meningitis (durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung) berichtet, fünf Patienten verstarben. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Das Gesundheitsministerium hat Ende September eine Impfkampagne gestartet, die auch auf die anderen Stadtteile der Hauptstadt ausgeweitet werden soll. Impfschutz bei Reisen beachten.

Saudi-Arabien

Der kommende Hajj beginnt nach dem islamischen Kalender voraussichtlich am 14. November 2010. Die saudischen Gesundheitsbehörden haben jetzt dafür die Einreisebestimmungen veröffentlicht. Beispielsweise ist für alle Pilger die Impfung gegen Meningokokken-Meningitis mit einem Vierfach-Impfstoff vorgeschrieben.

Da die Infektionsgefahr in den Menschenansammlungen sehr groß ist, sollten Hajj-Reisende außerdem Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten, gegen Hepatitis A und B sowie gegen Grippe haben. Von Pilgern aus Ländern, in denen Gelbfieber vorkommt, verlangen die Behörden bei der Einreise zudem den Nachweis einer Gelbfieber-Impfung.

Die private Einfuhr von Nahrungsmitteln jeglicher Art ist nicht erlaubt.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 22.09.2010

Frankreich

Nach Meldungen des französischen Gesundheitsministeriums sind im September erstmals in Südfrankreich (Nizza) zwei Menschen an Dengue-Fieber erkrankt, die das Virus nicht von einer Reise mitgebracht, sondern sich vor Ort infiziert haben. Ihr Zustand ist stabil. Weitere dreizehn Personen stehen unter Beobachtung. Das von Stechmücken übertragene Virus verursacht ein grippeähnliches Krankheitsbild. Die Behörden haben die Bevölkerung im Großraum Nizza dazu aufgerufen, potentielle Mückenbrutplätze (stehendes Wasser) in den Wohnungen zu vermeiden und sich vor Mückenstichen zu schützen. Maßnahmen zur MückenbekälJlpfung wurden verstärkt.

Kamerun

Regierungsangaben zufolge sind in diesem Jahr mindestens 6.239 Menschen an Cholera erkrankt und mehr als 400 gestorben. Cholera-Ausbrüche kommen ganzjährig vor, insbesondere im Norden des Landes (Grenzgebiet zum Tschad), aber auch in der West- und der Littoral-Region. Es wird vor einer Ausbreitung des Ausbruches aus dem Norden des Landes in Nachbarländer gewarnt. Hygiene beachten, bei Reisen in die Region ist eine Impfung zu empfehlen.

Laos

Seit Beginn des Jahres sind im Rahmen von Dengue-Ausbrüchen 36 Todesfälle gemeldet worden. In den Jahren zuvor waren es im Schnitt nicht mehr als zehn bis fünfzehn. Fünf Provinzen sind am stärksten betroffen: Vientiane, Borikhamvay, Khammouane, Savannakhet und Champassak. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven ÜberträgermÜcken schützen.

Sambia

Bei einem amerikanischen Reiserückkehrer aus Sambia wurde die Schlafkrankheit nachgewiesen. Er hatte an einer Jagdsafari im South Luangwa River Valley Reservat (südlich des South Luangwe Nationalparks) teilgenommen. Zuvor war ein weiterer Fall bei einem Einheimischen gemeldet worden. Der Erreger wird von TsetseFliegen übertragen. Schutz vor Insektenstichen ist anzuraten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 08.09.2010

Dominikanische Republik

Aufgrund einer deutlichen Zunahme der Erkrankungszahlen, besonders während der derzeitigen Regenzeit, warnen die Gesundheitsbehörden vor einem Malaria-Ausbruch. Im Vergleich sind bis August dieses Jahres mit 1.600 Fällen schon mehr Erkrankungen aufgetreten als im gesamten Vorjahr (1.409 Fälle). Reisende sollten sorgfältigen Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden beachten. Bei Fieber während oder nach einem Aufenthalt in der Dominikanischen Republik ist an eine mögliche Malaria zu denken und sofort ein Arzt aufzusuchen.

Laos, Malaysia

Aus Laos werden Fälle von Leptospirose bei spanischen und irischen Reisenden gemeldet. Alle erkrankten Touristen hatten an so genanntem "Tubing" teilgenommen, bei dem man in aufgeblasenen Schläuchen von Autoreifen den Fluss hinunter treibt. Die Infektion erfolgt durch Eindringen der Bakterien (Leptospiren) durch die Haut; hierbei sind kleine Wunden förderlich.

Auch aus Malaysia werden seit Juli vermehrt Erkrankungen an Leptospirose gemeldet. Ende August verstarb ein 17-Jähriger aus dem Bundesstaat Kedah im Norden des Landes, nachdem er während eines Picknicks in einem Fluss geschwommen war. Um weitere Krankheitsfälle zu verhindern, hat Malaysia inzwischen mehrere Parks im Land geschlossen. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Infektionen zugenommen. 2009 erkrankten 1.400 Menschen, 62 verstarben.

Die Krankheit beginnt mit hohem Fieber, Allgemeinerscheinungen und Gelenkschmerzen. Sie kann zu einer Hirnhautentzündung oder zu einer Gelbsucht mit lebensbedrohlicher Leber- und Nierenfunktionsstörung führen. Süßwasserkontakte sollten vermieden werden.

Venezuela

Seit Anfang des Jahres sind 32.642 Fälle von Malaria diagnostiziert worden (Zunahme um neunzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Die meisten Patienten wurden im südlichen Bundesstaat Bolivar registriert. Dort finden sich auch einige Touristenattraktionen, z.B. der höchste Wasserfall der Erde, der Salto Angel. Der enorme Anstieg der Fälle in Bolivar wird darauf zurückgeführt, dass dort illegale Goldminengräbersiedlungen aufgelöst wurden und sich die Malaria nun über infizierte vertriebene Minenarbeiter ausbreitet. Sorgfältiger Mückenschutz ist zu empfehlen, bei Reisen nach Bolivar derzeit auch eine vorbeugende Tabletteneinnahme (Chemoprophylaxe).

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 25.08.2010

Griechenland

Seit Anfang August sind im Norden Griechenlands (Zentralmakedonien) 92 Patienten mit Zeichen einer Enzephalitis (Gehirnentzündung) stationär aufgenommen worden. Acht Menschen sind verstorben, weitere befinden sich auf Intensivstationen. Der Verdacht auf einen Ausbruch von West Nile-Fieber wurde inzwischen im Labor bestätigt. Das West Nile-Virus wird von Stechmücken übertragen. Die Erkrankung verläuft oft grippeähnlich mit Fieber und Muskelschmerzen. Eine Gehirn- oder Hirnhautentzündung kann hinzukommen. Reisende sollten Mückenschutz beachten, insbesondere nachts.

Malawi

Das Gesundheitsministerium meldet 77.000 Masern-Erkrankungen landesweit, 197 Patienten sind an den Folgen der Infektion gestorben. Damit haben sich die offiziell gemeldeten Zahlen seit Juni nahezu vervierfacht. Impfschutz beachten.

Martinique

Auf der Karibikinsel hat sich die Anzahl der Dengue-Verdachtsfälle in den letzten Wochen verdoppelt, ca. 50-60 % konnten labortechnisch bestätigt werden. Die Behörden melden derzeit ca. 3.500 neue Fälle pro Woche, der Höhepunkt der Epidemie sei noch nicht erreicht. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Pakistan, Indien

Der Monsun hat im Norden Pakistans zu den schwersten Überschwemmungen seit Jahren geführt. Die UNO hat die ersten Cholera-Fälle bestätigt. Darüber hinaus wird der Ausbruch von anderen Darminfektionen und Atemwegserkrankungen erwartet. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die betroffenen Gebiete ab.

Nach starken Regenfällen kam es auch in der indischen Himalaja-Region Ladakh (Bundesstaat Jammu und Kaschmir) zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Sie haben in und in der Umgebung der Stadt Leh etwa 90 Menschenleben gefordert. Es gab zahlreiche Verletzte. Die Bergregion ist bei Trekking-Touristen sehr beliebt.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 04.08.2010

Deutschland

Seit Anfang des Jahres werden vermehrt Hantavirus-Infektionen gemeldet. Ende Juli ist eine Frau aus Pforzheim möglicherweise an den Folgen der Erkrankung verstorben. Zuvor wurde im Januar ein Todesfall aus dem Landkreis Ludwigsburg gemeldet. Insbesondere in Unterfranken und im Raum Stuttgart kam es gehäuft zu Infektionen. Es wird angenommen, dass es durch das vermehrte Auftreten von Feldmäusen zur Zunahme der Erkrankungen beim Menschen gekommen ist. Das Virus wird durch die Ausscheidungen von infizierten Tieren übertragen. Infektionsgefahr besteht beim Einatmen des Erregers, der z.B. bei Gartenarbeiten mit dem Staub aufgewirbelt werden kann.

Griechenland

Aus Griechenland wird ein Masern-Ausbruch mit 126 Fällen in der ersten Jahreshälfte 2010 gemeldet. Ein Zusammenhang mit einem Ausbruch in Bulgarien wird vermutet. Betroffen waren hauptsächlich nicht oder nur unzureichend geimpfte Kinder zwischen 0-14 Jahren. Ein fehlender Impfschutz kann auch später jederzeit, z. B. anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.

Thailand

Während der Regenzeit (Mai-Oktober) muss mit einem erhöhten Dengue-Risiko gerechnet werden. Die Behörden melden seit Jahresbeginn 26.185 Fälle und dreißig Todesfälle. Am stärksten ist die Zentralregion des landes betroffen. Aber auch in der südlichen Yala Provinz und im Nordosten des landes (Nakhon Ratchasima) hat die Zahl der Dengue-Erkrankungen zugenommen. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

USA

In Kalifornien sind im Rahmen des derzeitigen Keuchhusten-Ausbruches fünf Kinder lateinamerikanischer Abstammung verstorben. Bisher wurden in diesem Jahr 1.337 Erkrankungen registriert. Auch aus Michigan, Georgia. Idaho und Ohio werden vermehrt Fälle gemeldet. Laut STIKO sollte die Keuchhusten-Impfung auch bei Erwachsenen einmal aufgefrischt werden.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf



REISEMEDIZIN - aktuell vom 22.07.2010

Indien

Mumbai gilt mit ca. 12.400 Erkrankungen mittlerweile als die Malaria-Hochburg des Bundesstaates Maharashtra. Etwa die Hälfte der insgesamt in Maharashtra gemeldeten Fälle kamen aus der 14-Millionen-Stadt an der Westküste, betroffen sind hauptsächlich die Bewohner der Slum-Gebiete. Auch aus fünf Distrikten in Karnataka werden vermehrte Malaria-Fälle gemeldet. Die hohen Zahlen sind für diese Gegend relativ untypisch. Im südindischen Bundesstaat Kerala, wo Malaria noch vor einigen Jahren als ausgerottet galt, wurden in der ersten Jahreshälfte 2010 bisher 82 Erkrankungen (im Vergleich zu 154 im gesamten Jahr 2009) gemeldet. Die meisten der Fälle kamen bei Wanderarbeitern aus den nördlichen Bundesstaaten (Orissa, Bihar, West Bengal) vor. Reisende sollten sich in der Dämmerung und nachts vor Mückenstichen schützen, ggf. ist eine medikamentöse Prophylaxe anzuraten.


Dominikanische Republik

Seit Mai nehmen die Fälle von Dengue-Fieber aufgrund von starken Regenfällen zu. Die Intensität der in und nach der Regenzeit (Mai bis November) auftretenden Dengue-Epidemien schwankt von Jahr zu Jahr. In diesem Jahr haben die Gesundheitsbehörden bisher ca. 4.600 Fälle registriert, darunter 500 schwere Verläufe. Reisende sollten sich vor den tagaktiven Überträgermücken schützen.

Myanmar

Die Gesundheitsbehörden melden eine unbestimmte Anzahl von Pest-Erkrankungen in der Hauptstadt Yangon (Rangun). Es handelt sich um die ersten Fälle seit Jahrzehnten. Eine großangelegte Aktion zur Rattenvernichtung wurde gestartet. Lesen Sie hier mehr über die Pest!

Philippinen

In der ersten Jahreshälfte 2010 sind bisher 20.161 Dengue-Fälle gemeldet worden, mindestens 135 davon verliefen tödlich. Derzeit werden hauptsächlich Ausbrüche aus den Regionen Metro Manila, Southern Mindanao und Northern Mindanao gemeldet. Dengue kommt auf den Philippinen in verstärktem Maße nicht nur saisonal, sondern ganzjährig vor. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 07.07.2010

Frankreich

Das Gesundheitsministerium meldet über 2.000 Masern-Erkrankungen seit Jahresbeginn. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich eine Zunahme von fast siebzig Prozent. Betroffen sind insbesondere Lille und Bordeaux. Impfschutz beachten.

Indonesien

Gesundheitsbehörden in Denpasar warnen vor einer anhaltend hohen Gefahr von Dengue-Infektionen auf Bali. Die ergiebigen Regenfälle haben dazu geführt, dass der normalerweise um diese Zeit eintretende Rückgang der Fälle ausgeblieben ist. Mückenschutz vor tagaktiven Überträgermücken beachten.

Neuseeland

In Neuseeland treten derzeit vermehrt Durchfälle und andere Bauchbeschwerden durch Giardiasis auf. 555 Patienten wurden bis Anfang Juli registriert, das ist ein Anstieg um fünfzig Prozent in den letzten drei Monaten. Giardia lamblia ist ein einzelliger Parasit, der oft über fäkal verunreinigtes Wasser übertragen wird. Infektionsgefahr besteht insbesondere beim Baden in Flüssen und Seen, wenn Wasser geschluckt wird, oder für alle, die Trekkingtouren unternehmen und vermeintlich klare Gewässer ohne eine weitere Aufbereitung als Trinkwasser nutzen. Durchfallerkrankungen, die durch Giardia lamblia verursacht wurden, können medikamentös behandelt werden.

Philippinen

In der Provinz Iloilo auf der Insel Panay sind 22 Personen an Ciguatera, einer Fischvergiftung durch das sog. Ciguatoxin, erkrankt. Das Gift reichert sich in tropischen Korallenriffen in der Nahrungskette an und erreicht schließlich relevante Konzentrationen in großen Raubfischen wie Barracudas. Es ist hitzestabil und wird daher durch Kochen und Braten nicht zerstört. Die Krankheitssymptome reichen von Übelkeit mit Durchfall und Erbrechen, bis hin zu neurologischen Symptomen wie Kribbeln und Taubheitsgefühl an Lippen und der Mundschleimhaut, Lähmungserscheinungen, Koordinationsprobleme, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen. Typisch ist auch die Umkehr von Kalt- und Warmempfinden. Die Vergiftungserscheinungen können über einen langen Zeitraum bestehen bleiben.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 23.06.2010

Bulgarien

Seit Jahresbeginn wurden in Bulgarien etwa 20.000 Masern-Fälle gemeldet. Besonders betroffen sind die Regionen Pazardjik, Vratsa und Plovdiv. Der Impfschutz sollte bei Kindern, aber auch Jugendlichen und Erwachsenen überprüft und ggf. ergänzt werden.

Thailand

Mit einem erhöhten Übertragungsrisiko für Dengue-Fieber muss während der Regenzeit, die etwa von Mai bis Oktober andauert, gerechnet werden. Die Behörden melden seit Jahresbeginn 17.587 Erkrankungen und zwanzig Tote. Dies entspricht einer Zunahme von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am stärksten ist die Zentralregion des Landes betroffen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen (auch tagsüber) schützen.

Vietnam

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind im letzten Monat 120 Menschen in 15 Provinzen an Japanischer Enzephalitis, einer Virusinfektion, die zu einer schweren Hirn- und Hirnhautentzündung führen kann, erkrankt. Bisher sind sieben Todesfälle bestätigt. Der Norden inklusive Hanoi ist am stärksten betroffen, jedoch werden auch Fälle aus Ho Chi Minh City berichtet. Schutz vor überwiegend nachtaktiven Überträgermücken beachten, bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten ist die Impfung zu empfehlen.

Russland, Tadschikistan

Aus Jekaterinburg, einer Stadt am Ural, wird der erste Polio-Todesfall seit mehr als zehn Jahren in Russland gemeldet. Es handelt sich um einen Mann aus Usbekistan. Seit Ende Mai sind mehrere Polio-Erkrankungen bei Kindern von Migranten aus Tadschikistan bekannt geworden, darunter auch drei Fälle in Moskau. In Tadschikistan wird seit der ersten Maihälfte ein Polio-Ausbruch mit über 550 Erkrankungen beobachtet, der allmählich unter Kontrolle zu sein scheint. Reisende sollten den Impfschutz überprüfen und ggf. auffrischen lassen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

 

REISEMEDIZIN - aktuell vom 09.06.2010

Ägypten

Zwei italienische Touristinnen im Alter von 71 und 72 Jahren, die sich Anfang Mai in Marsa Alam, Berenice und Bir Shalatayn am Roten Meer aufgehalten hatten, sind nach Rückkehr an Dengue-Fieber erkrankt. Beide Patientinnen konnten inzwischen aus der stationären Behandlung entlassen werden.

Das Dengue-Virus wird von Mücken übertragen. Die Erstinfektion verläuft in der Regel harmlos mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einer erneuten Infektion kann es zu schweren, auch lebensgefährlichen Verläufen mit Blutungen und Kreislaufversagen kommen.

In den vergangenen Jahren wurden keine Dengue-Fälle aus Ägypten gemeldet. Seit einiger Zeit wird beobachtet, dass sich der Erreger am Roten Meer ausbreitet. Auch in Jordanien sind bereits Dengue-Erkrankungen aufgetreten. Es ist davon auszugehen, dass das Infektionsrisiko für Reisende in dieser Region zunimmt. Sorgfältiger Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken ist anzuraten.

Thailand

Aus der Provinz Pattani im Süden des Landes wird ein Dengue-Ausbruch gemeldet.

Seit Beginn des Jahres wurden mehr als 400 Erkrankte im Krankenhaus behandelt. Mit einem erhöhten Übertragungsrisiko muss während der Regenzeit, die etwa von Mai bis Oktober andauert, gerechnet werden. Schutz vor Stechmücken beachten.

Venezuela

Laut Aussage des venezolanischen Gesundheitsministeriums sind 2010 bisher doppelt so viele Menschen an Malaria erkrankt wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (21.601 Fälle im Vergleich zu 10.758 im Zeitraum Januar bis Juni 2009). Die meisten Fälle treten im Bundesstaat Bolivar im Süden Venezuelas auf. Dort finden sich auch einige Touristenattraktionen, z.B. der höchste Wasserfall der Erde, der Salto Angel. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen, ggf. ist auch eine medikamentöse Prophylaxe zu empfehlen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 27.05.2010

Tadschikistan, Russland

Bei einem Polio-Ausbruch (Kinderlähmung) in Tadschikistan wurden bisher ca. 400 Erkrankungsfälle gemeldet, fünfzehn verliefen tödlich. Die tadschikische Eisenbahn verkauft keine Tickets an ausreisende Passagiere mit Kindern unter sechs Jahren. Nur Reisende mit geimpften Kindern über sechs Jahre dürfen eine Bahnreise antreten.

In Russland hat sich der erste Polio-Erkrankungsfall seit dreizehn Jahren bei einem neunmonatigen Mädchen bestätigt. Die Eltern des Kindes stammen aus Tadschikistan und sind am 1. Mai 2010 mit dem Säugling nach Sibirien eingereist. Drei weitere Fälle wurden aus Moskau gemeldet. Die Kinder stammen ebenfalls aus Tadschikistan. Bei Reisen Polio-Impfstatus überprüfen und ggf. auffrischen.

Indien

In Mumbai ist es in diesem Jahr zu einem ungewöhnlich frühen Anstieg der Malaria-Fallzahlen gekommen. Im Mai sind mehr als 1.250 Menschen an Malaria erkrankt. Drei Todesfälle wurden bestätigt. Reisende sollten sich in der Dämmerung und nachts vor Mückenstichen schützen, ggf. ist eine medikamentöse Prophylaxe anzuraten.

Nicaragua

Aus der Hauptstadt Managua werden schon vor Beginn der Regenzeit vermehrt Fälle von Dengue-Fieber gemeldet. Die Krankheit verläuft in der Regel grippeähnlich mit starken Kopf- und Gliederschmerzen. Schutz vor tagaktiven Stechmücken beachten.

Haiti

In Port-au-Prince, dem Zentrum des schweren Erdbebens vom 12. Januar 2010, ist es zu einem Diphtherie-Ausbruch gekommen. Hilfsorganisationen gehen von mehr als 2.000 Infizierten aus. In den Flüchtlingscamps wurden schon seit Februar groß angelegte Impfkampagnen gestartet und mehr als 888.000 Menschen geimpft. Überprüfung des Impfschutzes und ggf. Auffrischung sind unerlässlich.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 12.05.2010


Indien

Aus fünf Distrikten im südindischen Bundesstaat Karnataka werden Malaria-Ausbrüche gemeldet (Bijapur 436 Fälle, Bagalkot 74, Koppal 275, Chitradurga 15 und Tumkur 214). Die hohen Zahlen sind für diese Gegend relativ untypisch. Mückenschutz beachten, ggf. Malariaprophylaxe.

Burkina Faso

Seit Anfang des Jahres sind in Burkina Faso ca. 5.000 Menschen an Meningokokken-Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) erkrankt und mehr als
700 verstorben. Der Erreger wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Reisende sollten Impfschutz (gegen Meningokokken der Stämme A, C, W, Y) beachten.

In 14 Distrikten des Landes ist aktuell ein neuer Erreger-Typ aufgetreten, gegen den es noch keinen Impfstoff gibt.

In der Trockenzeit (Dezember-April) kommt es in den Ländern des sogenannten "Afrikanischen Meningitisgürtels" regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Während der letzten Saison wurden laut WHO aus vierzehn afrikanischen Ländern 78.416 Verdachts- und 4.053 Todesfälle gemeldet.

Indonesien


Auf der Insel Bali werden seit September 2008 wiederholt Tollwut-Fälle registriert. Inzwischen ist die Zahl der Todesfälle auf 43 angestiegen. Während anfangs nur der Süden der Insel betroffen war, wurde die Tollwut inzwischen auch in den Regionen Tabanan, Mengwi, Bangli, Ungasan, Kubu und Tubu nachgewiesen.

Nach verdächtigen Tierkontakten sollte umgehend eine Postexpositionsprophylaxe (nachträgliche Impfung) eingeleitet werden. Da dies auf Bali aktuell jedoch kaum möglich ist, müssen Reisende im Fall eines Tierbisses die vorzeitige Abreise antreten bzw. sich in Städte mit guter medizinischer Versorgung, wie z. B. Singapur, begeben. Risikoreisende sollten prophylaktisch geimpft sein.

Hier lesen Sie Näheres über die Tollwut.

China

Im April 2010 wurde das Einreiseverbot für HIV-infizierte Ausländer von der chinesischen Regierung aufgehoben.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 28.04.2010

Indien

Die Übertragungssaison für die Japanische Enzephalitis beginnt im Mai. Sie hat ihren Gipfel erfahrungsgemäß im August-September und endet im Oktober. Bereits vor Einsetzen des Monsuns wurden mehr als 200 Fälle gemeldet, darunter auch viele Kinder. Die Viruserkrankung wird durch nachtaktive Stechmücken übertragen und kann zu Hirnentzündungen führen. Risikoreisende (längere Aufenthalte unter einfachen Bedingungen in ländlichen Gebieten) sollten geimpft sein.

Kuba

Ab dem 1. Mai 2010 wird laut Beschluss des Ministerrates von allen Einreisenden (Ausländer und Kubaner mit Wohnsitz im Ausland) sowie von allen Ausländern

mit vorübergehendem Wohnsitz in Kuba die Vorlage einer Krankenversicherung verlangt. Nach Angaben der kubanischen Botschaft in Berlin muss jeder Reisende über eine Reiseversicherung, die eine medizinische Behandlung in Kuba einschließt, oder über eine Krankenversicherung verfügen, die die Behandlungskosten in Kuba übernimmt. Die Police muss in dem Land des aktuell ständigen Aufenthaltes erworben worden sein. Reisende ohne entsprechenden Versicherungsschutz können sich am Hafen oder Flughafen eine kubanische Police ausstellen lassen.

Tadschikistan

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet von mehr als 120 Polio-Erkrankungen mit zehn Todesfällen im Grenzgebiet zu Afghanistan und Usbekistan im Südwesten des Landes. Bei Reisen sollte dringend der Impfschutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden.

Deutschland/Südafrika

Eine 50-jährige Touristin, die ca. 25 Tage in Südafrika (Eastern Cape) gereist war, ist Ende April an Rift-Valley-Fieber erkrankt. Der Verlauf ist unkompliziert.

Das Rift Valley-Fieber breitet sich in Südafrika seit Februar bei Farmtieren in den Provinzen Eastern Cape, Northern Cape, North-West and Gauteng aus. Es wurden auch mehr als 100 Erkrankungen beim Menschen bestätigt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in der Regel durch direkten oder indirekten Kontakt mit erkrankten Tieren, Verzehr von deren ungegartem Fleisch oder unpasteurisierter Milch, aber auch durch Stiche infizierter Mücken. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen und direkten Kontakt mit Schlachtvieh bzw. dessen rohen Produkten meiden.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 14.04.2010

Deutschland

Mit der wärmeren Jahreszeit beginnt die "Zeckensaison" und damit steigt das Risiko für zeckenübertragene Erkrankungen. In Deutschland kommen im Wesentlichen zwei Krankheiten in Betracht: Mit der Borreliose ist flächendeckend zu rechnen. Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kommt mit regional unterschiedlicher Dichte vor, besonders in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und vereinzelt in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Schutz vor Zeckenstichen ist anzuraten. Menschen, die in FSME-Risikogebieten leben, und Urlauber, die sich dort besonders viel in der Natur aufhalten (z.B. Wanderer, Camper), sollten sich gegen FSME impfen lassen.

Kuba

Ab dem 01.05.2010 wird laut Beschluss des Ministerrates von allen Einreisenden (Ausländern und Kubanern mit Wohnsitz im Ausland) sowie von allen Ausländern mit vorübergehendem Wohnsitz in Kuba die Vorlage einer Krankenversicherung verlangt. Dem kubanischen Konsulat in Berlin liegt derzeit noch keine Ausführungsvorschrift zu diesem Gesetz vor.

Mexiko

In Mexico City wird in den ersten drei Monaten dieses Jahres eine deutliche Zunahme von Hepatitis A-Infektionen (Gelbsucht) im Vergleich zu 2009 beobachtet. Reisende sollten Nahrungs- und Trinkwasserhygiene sowie Impfschutz beachten.

Indonesien

In Ostjava haben sich seit Jahresbeginn 550 Menschen mit dem Dengue-Virus infiziert, fünf sind seit Beginn der Epidemie verstorben. Besonders betroffen ist auch die Hauptstadt Jakarta. Sechs japanische Touristen sind im Februar und März 2010 nach Rückkehr aus Bali an Dengue erkrankt. Mit einem Übertragungsrisiko ist landesweit zu rechnen, insbesondere in den Monaten Dezember bis März. Das Virus wird von Mücken übertragen, die Erkrankung verläuft in der Regel grippeähnlich. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu schweren Verläufen kommen. Reisende sollten Schutz vor tag- und nachtaktiven Mücken beachten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 25.03.2010

Brasilien

Aus der Küstenregion von Sao Paulo wird eine Dengue-Epidemie mit ca. 1.000 bestätigten Erkrankungen gemeldet. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Verdachtsfälle. Stark betroffen sind auch die Stadt Ribeirao Preto (ca. 300 km nördlich von Sao Paulo) sowie die Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Mato Grosso do Sul im Süden des Landes. Insgesamt wurden seit Anfang des Jahres 7.594 Fälle gemeldet. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Ecuador

Auf den zu Ecuador gehörenden Galapagos-Inseln gibt es zum ersten Mal seit 2004 wieder Fälle von Dengue-Fieber (sechs Erkrankungen auf der Insel San Cristobal, ein Fall auf Santa Cruz). Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Kenia

Seit Januar 2010 wurden 663 Cholera-Erkrankungen mit fünfzehn Todesfällen gemeldet. Betroffen sind insbesondere Teile der Küstenprovinz, die Ost-Provinz und die Rift Valley-Provinz (überwiegend abgelegene Gebiete). Das Risiko für Reisende
ist gering. Hygiene beachten.

Südafrika

Insgesamt 42 Fälle von Rift Valley-Fieber, einer meist grippeähnlich verlaufenden Viruserkrankung, wurden in den Provinzen Free State, Northern Cape und Eastern Cape bestätigt. 37 davon entfallen auf Free State. Dort ist es zu zwei Todesfällen gekommen. Aufgrund des oft milden Verlaufs der Krankheit ist von einer höheren Dunkelziffer bei den Fallzahlen auszugehen.

Auf mindestens fünfzehn Farmen sind Tiere betroffen. Reservoir des Virus sind Paarhufer und Mücken. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in der überwiegenden Mehrheit der Fälle durch direkten oder indirekten Kontakt mit erkrankten Tieren (z.B. beim Schlachten), Verzehr von deren ungegartem Fleisch oder unpasteurisierter Milch, aber auch durch Stiche infizierter Mücken. Reisende sollten sich vor tag- und nachtaktiven Mücken schützen und direkten Kontakt mit Schlachtvieh bzw. dessen rohen Produkten meiden.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 24.02.2010

Indien

Aus dem Bundesstaat Himachal Pradesh im Norden des Landes wird ein Ausbruch von Hepatitis A, einer Virusinfektion der Leber, gemeldet. Dort sind mehr als 160 Menschen akut erkrankt. Die Übertragung des Virus erfolgt über verunreinigte Nahrung und Trinkwasser. Reisende sollten entsprechende Hygiene beachten.

Ein Impfschutz gegen Hepatitis A ist für Reisen nach Indien grundsätzlich zu empfehlen.


Indonesien


In den letzten Monaten wurden vereinzelte Ausbrüche von Chikungunya auf den Inseln Java und Sumatra gemeldet. Mindestens 420 Menschen sind aktuell in der Region South Lampung an der Südspitze von Sumatra erkrankt. Dort breitet sich das Virus vor allem in den Dörfern nahe großer Kakaoplantagen aus. Reisenden ist der Schutz vor tag- und nachtaktiven Mücken anzuraten.


Kolumbien

Mehr als 11.000 Fälle von Dengue-Fieber seit Anfang 2010, von denen etwa 90 Prozent schwer verlaufen sind, haben die Regierung zum Ausrufen einer ersten Alarmstufe veranlasst. Sie betrifft Landesteile unterhalb von 1.800 m. Reisende sollten sich vor überwiegend tagaktiven Stechmücken schützen.


Australien

Im nördlichen Queensland werden zunehmend Fälle von Leptospirose bei Rucksacktouristen beobachtet. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor. Die Infektion mit Leptospiren (Bakterien) erfolgt bei Kontakt mit Binnengewässern oder feuchtem Erdreich, das mit infizierten Ausscheidungen von Ratten, Mäusen oder Hunden verunreinigt ist. Entsprechende Kontakte sind zu meiden. Die Krankheit beginnt mit hohem Fieber, Allgemeinerscheinungen und Gelenkschmerzen.

Sie kann zu Hirnhautentzündung oder zu Gelbsucht mit lebensbedrohlicher Leber- und Nierenfunktionsstörung führen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 10.02.2010

Kolumbien

In der Region Cali (südwesten des Landes) warnen die Gesundheitsbehörden vor der Gefahr eines erneuten Dengue-Ausbruchs. Seit Ende 2009 mehren sich die Fälle: 282 Erkrankungen wurden bisher gemeldet. Im vierten Quartal des Jahres 2009 gab es insgesamt 2.552 Fälle, bei elf Prozent der Patienten war der Krankheitsverlauf schwer. Die Virusinfektion wird durch überwiegend tagaktive Stechmücken übertragen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Papua-Neuguinea

Aus den an der Nordküste gelegenen Provinzen Madang, Ost Sepik und Morobe wird seit Oktober 2009 eine Zunahme von Cholera mit insgesamt 1.900 Erkrankten und 40 Todesfällen gemeldet. Hygiene beachten, Risikoreisenden ist Impfschutz gegen Cholera zu empfehlen.

Südafrika

Von dem derzeitigen Masern-Ausbruch in Südafrika ist die Provinz Gauteng im Nordosten des Landes am schwersten betroffen. Auch am Westkap nehmen seit September vergangenen Jahres die Fallzahlen zu. Bis Anfang Februar wurden hier 243 Erkrankungen und drei Todesfälle nachgewiesen. Nach dem deutschen Impfkalender sind zwei Masern-Mumps-Röteln-Impfungen für alle Kinder vorgesehen. Ein fehlender Impfschutz kann auch später jederzeit, z. B. anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.

Puerto Rico

Seit Anfang 2010 wurden nach lang anhaltenden Niederschlägen 568 Infektionen mit Dengue-Virus gemeldet. Besonders gefährdet sind die Gemeinden Arecibo, Camuy, Fajardo und Luquillo. Die Behörden vor Ort haben zu groß angelegten Aktionen aufgerufen, um stehende Gewässer, die Mückenbrutstätten bilden, zu beseitigen. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 27.01.2010

Brasilien

Im Bundesstaat Goias ist es in den letzten Wochen des Jahres 2009 zu einem starken Anstieg der Dengue-Fälle gekommen (Anstieg um 350%). Bereits in den ersten 15 Tagen im Januar wurden ca. 1.300 Fälle gemeldet, was einen Anstieg von fast 200% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Dominikanische Republik

Im September 2009 kam es zu einem Ausbruch von Dengue-Fieber im nördlichen Teil der Dominikanischen Republik, bei der bis November 2009 ca. 5.000 Menschen erkrankten und 44 starben. Gegen Ende des Jahres waren die Zahlen rückläufig. Betroffen sind u.a. die Provinzen Santiago, Puerto Plata, San Cristobal und Santo Domingo. Statistiken aus Krankenhäusern in Santa Domingo zeigen Anfang Januar wieder ansteigende Zahlen. Schutz vor tagaktiven Stechmücken beachten.

Simbabwe

Der Masern-Ausbruch im südlichen Afrika scheint sich auszuweiten und hat nun auch das krisengeschüttelte Simbabwe getroffen. Anfang diesen Jahres sind erneut 10 Kinder in Masvingo an Masern verstorben. Nach dem deutschen Impfkalender sind zwei MMR-Impfungen für alle Kinder vorgesehen. Ein fehlender Impfschutz kann auch später jederzeit, z.B. anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.

Südafrika

Aus den bekannten Malariagebieten im Nordosten Südafrikas, zu denen auch der Krüger-Nationalpark gehört, werden steigende Fallzahlen gemeldet. Besonders betroffen sind die Distikte Vhembe und Mopani in der Provinz Limpopo, wo 1.120 Erkrankungen seit Beginn der Regenzeit im Oktober (davon mehr als 150 seit Jahresbeginn) registriert wurden. Ein erhöhtes Malariarisiko verzeichnet auch die südlich anschließende Provinz Mpumalanga, vor allem in den Grenzregionen zu Swasiland und Mosambik. Konsequenter Mückenschutz und ggf. Chemoprophylaxe empfohlen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 13.01.2010

Botsuana

Seit Oktober letzten Jahres häufen sich Fälle von Masern. Bis jetzt sind 147 Fälle bestätigt. Ein fehlender Impfschutz kann auch später jederzeit, z.B. anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.

Côte d'Ivoire

Im Nordwesten des Landes (Denguélé) sind zehn Gelbfieber-Verdachtsfälle (fünf davon wurden labortechnisch bestätigt) und sechs Todesfälle durch Gelbfieber aufgetreten. Als Reaktion darauf führte das Gesundheitsministerium eine Massenimpfkampagne durch. Impfschutz und Mückenschutz beachten.

Irland

In Armagh (Craigavon) kam es zu einem Ausbruch von Masern. Zehn Fälle sind bisher bei Kindern und Jugendlichen aus dieser Gegend berichtet worden. Impflücken sollten vor einer Reise geschlossen werden.

Peru

In der peruanischen Amazonas-Region verstarben sieben Kinder der dort lebenden indigenen Bevölkerung durch einen Biss von Vampirfledermäusen. In Südamerika kommt es regelmäßig zur Übertragung von Fledermaustollwut durch Vampirfledermäuse beim Vieh und teilweise auch bei der einheimischen Bevölkerung. Nach verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Da eine adäquate postexpositionelle Versorgung in ländlichen Gebieten nicht immer gewährleistet ist, sollten Risikoreisende prophylaktisch geimpft sein.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 16.12.2009

Australien

Aus der Gegend um Townsville (Nordostküste) wurden in den letzten Wochen zehn lokal erworbene Dengue-Erkrankungen gemeldet. Anfang 2009 verzeichnete die Region eine der schwersten Dengue-Epidemien seit 50 Jahren. Während der Sommerregenzeit (Dezember - April) ist in Queensland erneut mit einem erhöhten Übertragungsrisiko für die grippeähnlich verlaufende Erkrankung zu rechnen. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.


Demokratische Republik Kongo

Aus der Stadt Kisangani im Nordosten des Landes wird ein Ausbruch von Meningokokken-Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) gemeldet.

Bis Anfang Dezember wurden ca. 100 Erkrankungen und 17 Todesfälle registriert. Die Krankheit beginnt plötzlich mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteife. Der Erreger wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Während der Trockenzeit (Dezember - April) kommt es in den Ländern des sogenannten "Afrikanischen Meningitisgürtels" (Sahelzone) regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Während der letzten Saison infizierten sich dort fast 25.000 Menschen, von denen mehr als 1.500 verstarben. Impfschutz beachten.


Uganda

Aus Kaabong (Nordosten des Landes) wird ein Hepatitis E-Ausbruch gemeldet. Bisherwurden 210 Erkrankungen mit 12 Todesfällen registriert. Als Infektionsquelle gilt verseuchtes Trinkwasser. Besonders gefährdet für schwere Verläufe und Todesfälle bei Infektionen mit dem Hepatitis E-Virus sind Schwangere.


Kenia

Im letzten Monat kam es zu mehreren Ausbrüchen von Cholera landesweit. Insbesondere der von einer Dürre heimgesuchte Norden des Landes ist betroffen. Landesweit wurden mehr als 4.000 Erkrankungen und 119 Todesfälle registriert. Reisende sollten Nahrungs- und Trinkwasserhygiene beachten, bei besonderem Risiko ist eine Cholera-Impfung ratsam.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

 

REISEMEDIZIN - aktuell vom 02.12.2009

Indonesien

Ende November 2009 ist auf Bali erneut ein Mensch an Tollwut verstorben. Damit ist die Zahl der Tollwut-Todesfälle auf der Insel seit September 2008 auf 21 angestiegen. Während anfangs nur der Süden der Insel betroffen war, wurde die Tollwut inzwischen auch bei Hunden in der Nähe von Ubud nachgewiesen. Das zuständige Sanglah Hospital in Denpasar meldet inzwischen einen akuten Impfstoffmangel. Nach verdächtigen Tierkontakten sollte umgehend eine nachträgliche Impfung (Postexpositionsprophylaxe) eingeleitet werden. Risikoreisende sollten prophylaktisch geimpft werden. Lesen Sie hier mehr über die Tollwut.

Mexiko

Aufgrund der starken Regenfälle im Oktober/November sind die Fallzahlen von Dengue-Fieber in letzter Zeit deutlich angestiegen. Davon betroffen sind insbesondere die Staaten am Golf von Mexiko (Campeche, Veracruz und Tabasco).

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet Mexiko dieses Jahr einen Anstieg der Dengue-Erkrankungen um 40%. Allein im Oktober wurden 10.000 Infizierte registriert, damit stieg die Zahl der Erkrankten seit Jahresbeginn auf 50.000. Auch in den Bundesstaaten an der Pazifikküste (Nayarit, Colima, Guerrero, Jalisco und Michoacan) nehmen die Fallzahlen zu. Erstmals wurden auch vermehrt Infektionen aus dem zentralen Hochland gemeldet, so z.B. aus Hidalgo, Guanajuato, Puebla, dem Bundesstaat Mexico und San Luis Potosi. Hauptübertragungszeit sind die Sommermonate Mai bis Oktober. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Thailand

Thailand verzeichnet dieses Jahr einen deutlichen Anstieg der Tollwut-Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Bisher wurden 23 Todesfälle registriert, 2008 waren es nur neun. Aus der Hauptstadt Bangkok wurden sieben Fälle gemeldet. Die meisten Tollwutinfektionen werden durch Hundebisse übertragen. In Bangkok gibt es schätzungsweise zwei Millionen Hunde. Nach verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Risikoreisende sollten prophylaktisch geimpft sein. Lesen Sie hier mehr über die Tollwut.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 18.11.2009

Dominikanische Republik

Bei einem Ausbruch von Dengue-Fieber in der Dominikanischen Republik (Insel Hispaniola) wurden in der letzten Woche 734 Neuerkrankungen gemeldet. Damit stieg die Zahl der Erkrankten auf etwa 5.000 an. Auch die Zahl der Todesfälle ist vergleichsweise hoch und lag zuletzt bei 43. Betroffen sind unter anderem die Provinzen Santiago, Puerto Plata, Espaillat, Montecristi und Mao im Norden sowie San Cristobal und Santo Domingo im Süden. Das Dengue-Virus wird von vorwiegend tagaktiven StechmÜcken übertragen. Die Erkrankung verläuft grippeähnlich mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Reisende sollten Mückenschutz beachten, eine Impfung gibt es nicht.

Peru

Im Moreno Distrikt in Loreto (Nordosten des Landes) sind fünf Personen der ethnischen Gruppe der Huambisa nach Bissen von Vampirfledermäusen verstorben. In Südamerika kommt es regelmäßig zur Übertragung von Fledermaustollwut durch Vampirfledermäuse beim Vieh und immer wieder auch bei der einheimischen Bevölkerung. Nach verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Da eine nachträgliche Impfung (postexpositionelle Versorgung) in ländlichen Gebieten nicht immer gewährleistet ist. sollten Risikoreisende vorsorglich geimpft sein. Hier erfahren Sie mehr zur Tollwut.

Kap Verde

Auf den Kapverdischen Inseln gibt es seit Ende September einen Dengue-Ausbruch. Die Epidemie hat mittlerweile vier Inseln erfasst (Brava, Fogo, Maio und Santiago). Eine weitere Ausbreitung wird erwartet. Zuletzt wurden offiziell mehr als 13.000 Fälle bestätigt, darunter 93 schwere, mit Blutungen einhergehende Erkrankungen und sechs Todesfälle. Seit Anfang November wurden bis zu 1.000 Fälle pro Tag registriert. Es handelt sich um den ersten Dengue-Ausbruch auf den Kapverdischen Inseln und um einen der größten, die jemals in Afrika registriert wurden. Reisende sollten sich vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 04.11.2009

Ghana

Aus der Upper East Region im Norden des Landes wird ein Tollwut-Ausbruch gemeldet. In den letzten Wochen wurden hier sechs Todesfälle registriert, zuletzt verstarb am 19. Oktober ein elfjähriger Junge. Nach verdächtigen Tierkontakten sollte umgehend eine nachträgliche Impfung (Postexpositionsprophylaxe) eingeleitet werden. Risikoreisende sollten vorbeugend geimpft werden. Hier erfahren Sie mehr über die Tollwut.

Kap Verde

Auf den Kapverdischen Inseln gibt es seit Ende September einen Ausbruch von Dengue-Fieber. Die ersten bestätigten Meldungen kamen von den Inseln Sao Tiago und Maio, inzwischen sind alle Inseln betroffen. Die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor den tagaktiven Überträgermücken schützen.

Südafrika

Bei einem aktuellen Masern-Ausbruch wurden seit Anfang September landesweit 1.355 Fälle registriert. Fast alle Erkrankungen (90%) werden aus der Provinz Gauteng, insbesondere aus der Hauptstadt Tshwane (früher Pretoria), gemeldet. Auch in Johannesburg steigen die Fallzahlen. Bisher verstarben vier Menschen (ein Erwachsener und drei Kinder) an Masernkomplikationen. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden bis Ende Oktober bei einer großangelegten Impfkampagne drei Millionen Menschen in Südafrika gegen Masern geimpft. Nach dem deutschen Impfkalender sind zwei MMR-Impfungen für alle Kinder vorgesehen. Ein fehlender Impfschutz kann auch später jederzeit, zum Beispiel anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.

Ukraine

In der Ukraine ist es in der letzten Woche zu einem rasanten Anstieg der Grippe-Fallzahlen gekommen. Bis zum zweiten November wurden offiziell 190.000 Erkrankungen und 60 Todesfälle registriert. Wie viele davon durch die Neue Influenza (H1N1, "Schweinegrippe") verursacht wurden, ist unklar. Betroffen sind insbesondere die westlichen Provinzen. Aktuell werden 7.500 Patienten in den Krankenhäusern behandelt, davon 100 auf Intensivstationen. Um den Ausbruch einzudämmen, hat die Regierung alle Schulen für drei Wochen geschlossen. Auch öffentliche Veranstaltungen wie Konzerte, Kinovorführungen etc. wurden bis auf Weiteres abgesagt.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 21.10.2009

Dominikanische Republik

 Aus der Dominikanischen Republik werden steigende Dengue-Fallzahlen gemeldet. In der Provinz Santiago im Norden des Karibikstaates wurden bis jetzt 644 bestätigte Fälle registriert. Im gesamten Jahr 2008 traten hier 352 Erkrankungen auf. Auch aus Montecristi, Mao, San Cristobal und der Hauptstadt Santo Domingo werden vermehrt Fälle gemeldet. Das Dengue-Virus wird von überwiegend tagaktiven Stechmücken übertragen. Die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

Italien

Die Zahl der West Nile-Infektionen in Italien ist in diesem Jahr weiter angestiegen. Bis September wurden 16 Patienten mit West Nile-Fieber registriert. Das von vorwiegend nachtaktiven Mücken übertragene West Nile-Virus wurde in Italien erstmals 2008 bei einem Patienten nachgewiesen. Insgesamt wurde die Infektion im letzten Jahr bei neun Personen bestätigt. Betroffen sind die Regionen Veneto, Emilia-Romagna und die Lombardei. Mit einer Übertragung ist vor allem in den wärmeren Monaten (April-Oktober) zu rechnen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen. Dies gilt besonders für ältere und immungeschwächte Menschen.

Philippinen

In Folge weitreichender Überschwemmungen ist es im Großraum Manila zu einem Ausbruch von Leptospirose gekommen. In den letzten Wochen wurden mehr als 1.000 Erkrankungen und 89 Todesfälle registriert. Der Tropensturm "Ondoy" verursachte Ende September die schwerste Überschwemmung in der Hauptstadt seit 20 Jahren. Noch immer sind mehr als 200.000 Menschen in Notunterkünften untergebracht. Die Infektion mit Leptospiren (Bakterien) erfolgt über Hautverletzungen in Feuchtbiotopen, Binnengewässern oder Überschwemmungsgebieten, die mit Nagerurin, speziell von Ratten und Mäusen, kontaminiert sind. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 07.10.2009

Indonesien

Am 30. September und 1. Oktober ereigneten sich auf der Insel Sumatra zwei schwere Erdbeben. Die örtlichen Behörden rechnen mit mehr als 1.000 Toten, 4.000 Menschen gelten als vermisst. Auch die Großstadt Padang ist betroffen. Heftige Regenfälle erschweren die Rettungsarbeiten und erhöhen das Risiko für orale Infektionen sowie für mückenübertragene Erkrankungen.


Malediven


Zwei deutsche Reisende (ein 35-jähriger Mann und sein siebenjähriger Sohn) erkrankten vier Tage nach ihrer Rückkehr von den Malediven an Chikungunya-Fieber. Es handelt sich hierbei um die ersten gemeldeten Erkrankungsfälle bei Malediven-Urlaubern seit Januar 2009. Die Viruskrankheit kommt in zahlreichen Ländern Afrikas, Süd- und Südostasiens sowie auf verschiedenen Inseln des Indischen Ozeans vor. Sie wird von überwiegend tagaktiven Moskitos übertragen und verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Stechmücken schützen.



Südafrika


In Südafrika wurde im September ein deutlicher Anstieg der Masern-Erkrankungen registriert. Während es im August 99 Erkrankungen waren, wurden im September 246 Fälle registriert, womit die Zahl der Erkrankungen seit Jahresbeginn auf über 400 anstieg. Die meisten Fälle werden aus der Provinz Gauteng, insbesondere aus der Hauptstadt Tshwane (früher Pretoria), gemeldet. Auch Johannesburg registrierte im September mit 48 Erkrankungen steigende Fallzahlen. Nach dem deutschen Impfkalender sind 2 MMR-Impfungen für alle Kinder vorgesehen. Ein fehlender Impfschutz kann auch später jederzeit, z.B. anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.



Samoa


Ende September hat ein Seebeben mit dem Epizentrum ca. 200 km südwestlich vor Samoa eine Flutwelle (Tsunami) ausgelöst, die in der gesamten Region z.T. schwere Schäden verursachte. Besonders betroffen sind die Samoa-Inseln, die Behörden melden ca. 150 Tote. Ferienanlagen im Südosten der Insel Upolu wurden teilweise zerstört. Mit einem erhöhten Risiko für Darminfektionen und mückenübertragene Erkrankungen muss vorerst gerechnet werden.

 

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 23.09.2009

Dänemark

Erstmals sind in Dänemark FSME-Infektionen (Frühsommer-Meningoenzephalitis) außerhalb von Bornholm nachgewiesen worden. Auf der Insel Seeland wurden bei einem Patienten mit Krankheitssymptomen spezifische Antikörper entdeckt. Die nachfolgende Untersuchung von Zecken in seiner Umgebung führte zum Nachweis von FSME-Viren.

Bei einer FSME-lnfektion kann es zu Hirnhaut- oder Gehirnentzündung (Meningitis, Enzephalitis), einhergehend mit starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Verwirrtheit und möglicherweise Koma, kommen. Reisende sollten sich vor Zecken schützen.


Frankreich

In Südfrankreich wurde die weitere Ausbreitung der sog. Tigermücke (Aedes albopictus) nachgewiesen. Neu betroffen sind die Departements Ain, Savoie, Haute-Savoie, Isère und Rhône. Der Moskito kann insbesondere Chikungunya-Fieber übertragen, eine Viruskrankheit, die mit hohem Fieber sowie starken Glieder- und Muskelschmerzen einhergeht. In Italien kam es 2007 nach einer ähnlichen Ausbreitung der Tigermücke zum ersten Ausbruch von Chikungunya in Europa. Die Krankheit kommt in zahlreichen Ländern Afrikas, Süd- und Südostasiens sowie auf verschiedenen Inseln des Indischen Ozeans vor. Reisende sollten Mückenschutz beachten.


Indonesien


Auf der Ferieninsel Bali wurden seit November 2008 wiederholt Tollwut-Todesfälle gemeldet. Der letzte Todesfall ereignete sich am 14.09.2009, die Infektion erfolgte durch einen Hundebiss. Nach verdächtigen Tierkontakten sollte umgehend ein Arzt aufgesucht und eine Postexpositionsprophylaxe eingeleitet werden. Risikoreisende sollten prophylaktisch geimpft sein.

Näheres zur Tollwut finden Sie hier.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 9.09.2009

Brasilien

Während sich die Situation im Süden des Landes mit dem Ende der Sommerregenzeit entspannt hat, werden aus den nördlichen Bundesstaaten weiterhin hohe Dengue-Fallzahlen gemeldet. Besonders stark ist nach wie vor der Bundesstaat Mato Grosso im Westen des Landes betroffen. Die höchsten Fallzahlen meldet in diesem Jahr der Bundesstaat Bahia mit mehr als 100.000 Dengue-Erkrankungen und 58 Todesfällen, mehr als zweimal so viele wie im Vergleichszeitraum 2008. Die Zahl der wöchentlichen Neuerkrankungen ist aktuell rückläufig. Reisende sollten Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.


Südafrika


In der Provinz Gauteng, insbesondere in der Hauptstadt Tshwane (früher Pretoria), wird eine Zunahme von Masern-Erkrankungen registriert. Landesweit wurden 131 Fälle gemeldet, davon 97 aus Tshwane. Nach dem deutschen Impfkalender sind zwei Masern-Mumps-Röteln-Impfungen für alle Kinder vorgesehen. Ein fehlender Impfschutz kann auch später jederzeit, z.B. anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.


Taiwan

Aus dem vom Taifun Morakot betroffenen Süden werden vermehrt Leptospirose-Fälle gemeldet. Der Bezirk Pingtung registrierte bisher 105 Erkrankungen. Die Infektion erfolgt über Hautverletzungen in Feuchtbiotopen oder Binnengewässern, die mit Nagerurin speziell von Ratten und Mäusen kontaminiert sind. Entsprechende Kontakte sind zu meiden. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Allgemeinerscheinungen und Gelenkschmerzen und kann zu einer Hirnhautentzündung oder zu einer Gelbsucht mit lebensbedrohlicher Leber- und Nierenfunktionsstörung führen.


Tansania

Bei einer 31-jährigen Israelin wurde nach Rückkehr aus Tansania die Schlafkrankheit diagnostiziert. Sie hielt sich Anfang Juli im Serengeti-Nationalpark auf, wo sie von Tsetse-Fliegen, die den Erreger übertragen, gestochen wurde. In den letzten Jahren sind einzelne Besucher des Serengeti-Nationalparks an Schlafkrankheit erkrankt. Reisende sollten sich vor den tagaktiven Tsetse-Fliegen schützen und bei Infektionsverdacht (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sofort einen Arzt aufsuchen.

 

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 26.8.2009

EI Salvador

Während der Regenzeit, die etwa bis Oktober andauert, muss wie in der gesamten Region auch in EI Salvador mit einem erhöhten Dengue-Übertragungsrisiko gerechnet werden. Bis Mitte August wurden 1.145 Erkrankungen registriert, ein Anstieg um 36% im Vergleich zum Vorjahr. Reisende sollten Schutz vor überwiegend tagaktiven StechmÜcken beachten.


Indien

Im Bundesstaat Uttar Pradesh im Norden des Landes wurden im Juli mehr als 200 Erkrankungen an Japanischer Enzephalitis mit mehr als 40 Todesfällen registriert. Die durch nachtaktive Stechmücken übertragene Viruskrankheit kann zu Hirnentzündungen führen. In Indien beginnt die Übertragungssaison im Mai und endet im Oktober. Sie hat ihren Gipfel erfahrungsgemäß im August bis September. Risikoreisende sollten geimpft sein.


Kambodscha

Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Malaria-Erkrankungen um 58% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Die Zahl der Todesfälle verdoppelte sich sogar. Als Ursache werden unter anderem früher einsetzende Monsun-Regenfälle genannt. Auch migrieren aufgrund von Landmangel immer mehr Menschen in abgelegene Regionen, wo das Malariarisiko erhöht ist. Reisende sollten sich vor dämmerungs- und nachtaktiven Stechmücken schützen und ein Medikament zur Notfalltherapie mitnehmen.


Türkei

53 Todesfälle durch Krim-Kongo hämorrhagisches Fieber wurden in diesem Jahr bereits registriert. Die Erkrankung geht mit Fieber, schweren Allgemeinerscheinungen und gelegentlich Blutungen einher und tritt besonders in der warmen Jahreszeit auf. Der Erreger, ein Virus, kommt vor allem im zentralen, nördlichen und östlichen Anatolien vor; aus den Urlaubsgebieten im Süden der Türkei wurden bisher keine Fälle berichtet. Die Übertragung erfolgt gewöhnlich durch Zecken, gelegentlich aber auch von Mensch zu Mensch. Schutz vor Zeckenstichen beachten, Kontakt mit Kranken meiden.

 

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 12.08.2009

Brasilien

Aus dem Bundesstaat Amapa im Nordosten Brasiliens wird ein Oropouche-Fieber-Ausbruch gemeldet. Bisher wurden mehr als 650 Fälle aus der Gemeinde Mazagao am Amazonas registriert. Das Oropouche-Virus wird durch Gnitzen (kleine Mücken) übertragen. Die Überträgermücke ist überwiegend dämmerungsaktiv und brütet bevorzugt in Sümpfen oder überschwemmten Gebieten. Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Die Erkrankung heilt in der Regel nach sieben Tagen aus.
Reisende sollten Schutz vor Stechmücken beachten.


China

Aus der nordwestchinesischen Stadt Ziketan (Provinz Qinghai) wird ein lokaler Pest-Ausbruch mit inzwischen drei Todesfällen gemeldet. Die Behörden haben die Stadt mit 10.000 Einwohnern durch Straßensperren von der Außenwelt abgeriegelt. Mehr als 200 Personen stehen im Krankenhaus unter Quarantäne. Das erste Opfer der Lungenpest, ein Hirte, infizierte sich wahrscheinlich bei seinem Schäferhund, den er drei Tage zuvor beerdigt hatte. Man vermutet, dass sich der Hund an einem Murmeltier infizierte, die Übertragung auf den Menschen erfolgte am ehesten durch einen Flohbiss. Murmeltiere stellen das natürliche Reservoir in der Region. Das Risiko für Reisende ist gering.

Hier erfahren Sie Näheres über die Pest.


Indonesien

In Jambi auf Sumatra sind acht menschliche Tollwut-Fälle nach Hundebissen aufgetreten. Es wurde eine großangelegte Impfaktion für Hunde initiiert. Auf der Ferieninsel Bali ist es seit November 2008 wiederholt zu Tollwut-Todesfällen gekommen. Nach verdächtigen Tierkontakten sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Risikoreisende sollten prophylaktisch geimpft sein.



Großbritannien, Irland

Großbritannien und Irland sind die derzeit von der Neuen Influenza ("Schweinegrippe") am stärksten betroffenen europäischen Länder. Die Zahl der Erkrankungen wird inzwischen nicht mehr registriert. Der größte Teil der Infektionen verläuft weiterhin mild, betroffen sind auch hier vor allem Jugendliche. In Großbritannien wurden bis zum 9. August 36 Todesfälle durch Influenza A(Hl Nl) gemeldet, in Irland gab es Anfang August einen ersten Todesfall bei einer jungen Frau mit schweren Begleiterkrankungen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

 

REISEMEDIZIN - aktuell vom 29.07.2009

Deutschland, Spanien

In der letzten Woche kam es zu einem Anstieg von Erkrankungen an der neuen Influenza ("Schweinegrippe") bei deutschen Spanienurlaubern. Betroffen waren vor allem junge Reiserückkehrer aus Mallorca und Llorett dei Mar. Die Tatsache, dass in den Party-Zentren viele Menschen auf engstem Raum feiern, erleichtert die Ansteckung.

In Deutschland wurden bis zum 27. Juli insgesamt 3.810 Fälle von Schweinegrippe bestätigt. Die Erkrankungen verlaufen größtenteils mild. Es wird empfohlen, die allgemeinen Hygienemaßnahmen, wie zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen, zu beachten und den engen Kontakt zu Erkrankten zu vermeiden.


Belize

Aus Belize wurden im Juli vermehrt Dengue-Erkrankungen gemeldet. Während der Regenzeit, die etwa bis Oktober andauert, ist mit einem erhöhten Risiko für diese grippeähnliche, von tag- und nachtaktiven Stechmücken übertragene Viruskrankheit zu rechnen. Reisende sollten Mückenschutz beachten.


Indonesien

Die Gesundheitsbehörden in Hongkong warnen Reisende vor Typhus in Indonesien. Seit Anfang April wurden alleine in Hongkong 21 Fälle von Typhus abdominalis bei Reiserückkehrern aus Indonesien diagnostiziert. 15 von ihnen hatten sich unter anderem in Surabaya aufgehalten, der auf Java gelegenen zweitgrößten Stadt des Landes. Bereits jetzt wurden mehr Erkrankungen gemeldet als im gesamten Vorjahr. Hygienemaßnahmen beachten. Impfschutz gegen Typhus ist empfehlenswert.


Tansania

Bei einer 25-jährigen Niederländerin wurde nach Rückkehr aus Tansania Schlafkrankheit diagnostiziert. Sie wurde während eines Aufenthaltes im Serengeti-Nationalpark Anfang Juli von Tsetse-Fliegen, die den Erreger übertragen, gestochen. Im Verlauf der letzten Jahre sind einzelne Besucher des Serengeti-Nationalparks an Schlafkrankheit erkrankt. Reisende sollten sich vor den tagaktiven Tsetse-Fliegen schützen und bei Verdacht auf eine Infektion (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sofort einen Arzt aufsuchen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 15.07.2009

Bulgarien

In letzter Zeit wurde vermehrt von Schwierigkeiten bei der Einreise berichtet, insbesondere bei Überlandreisen in die Türkei. Laut Aussagen von Reisenden wurde an einigen bulgarischen Grenzübergängen eine Blutuntersuchung auf die neue Influenza ("Schweinegrippe") verlangt. Die Kosten dafür sollen €150 betragen. Zudem entstehen durch diese Vorgehensweise Wartezeiten für den Grenzübertritt von mehreren Stunden. Das bulgarische Gesundheitsministerium bestätigte in einer Pressemitteilung, dass bei der Einreise nach Bulgarien keinerlei Dokumente über Gesundheitszustand, Impfschutz oder andere Angaben dieser Art, z.B. hinsichtlich einer eventuellen Grippe-Infektion, erforderlich sind! Sollten derartige Dokumente an der Grenze verlangt werden, bittet das Ministerium, die Polizei zu informieren.


Großbritannien

Bei einem Norovirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Marco Polo" sind 76 Passagiere an akuter Magen-Darm-Grippe erkrankt. Das Schiff, das sich auf Kreuzfahrt um die britischen Inseln befand, liegt zur Zeit in der schottischen Hafenstadt Invergordon vor Anker. Ein 74-jähriger Patient erlag einem Herzinfarkt. Vier Patienten wurden zur weiteren Therapie in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auf der "Marco Polo" befanden sich 769 Passagiere und 340 Besatzungsangehörige.


USA

Im Juni hat die eigentliche Übertragungssaison für das West Nile-Fieber, eine grippeähnliche Viruserkrankung, begonnen. Das Virus ist seit seiner Einschleppung 1999 und seiner Ausbreitung während der Folgejahre in den USA flächendeckend verbreitet. Bis Anfang Juli wurden sechs menschliche Erkrankungen nachgewiesen. Im vorigen Jahr wurden landesweit 1.356 Erkrankungen mit 44 Todesfällen registriert. Schutz vor den vorwiegend nachtaktiven Überträgermücken ist zu beachten, besonders von älteren und immungeschwächten Menschen.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

 

REISEMEDIZIN - aktuell vom 24.06.2009

Chile, Australien

Chile ist von den südamerikanischen Ländern am stärksten von der neuen Influenza ("Schweinegrippe") betroffen. Bis zum 21. Juni 2009 wurden 4.315 Erkrankungen und zwei Todesfälle registriert. Auch aus Australien werden hohe Fallzahlen gemeldet. Hier wurden bis zum 21. Juni 2.436 Erkrankungen registriert, die meisten in den Bundesstaaten Victoria und New South Wales. Inzwischen gab es einen ersten Todesfall bei einem 26-jährigen mit Vorerkrankungen.

Da auf der Südhalbkugel derzeit Winter ist, kann sich das Influenzavirus hier gut ausbreiten. Die Erkrankungen verlaufen in der Regel mild, nur eine Minderheit der Patienten musste im Krankenhaus behandelt werden.


Indien

Mit Beginn der Monsunzeit werden aus mehreren Bundesstaaten steigende Malaria-Fallzahlen gemeldet. In Rajasthan wurden dieses Jahr bereits 7.000 Erkrankungen registriert, davon 500 Fälle von Malaria tropica, der unter Umständen lebensbedrohlichen Form der Malaria. Auch Mumbai (Bombay) sowie die Bundesstaaten Orissa (Osten) und Westbengalen (Nordosten) meldeten vermehrt Malaria-Erkrankungen. Reisenden wird Expositionsprophylaxe (Mückenschutz) und Mitnahme eines Standby-Präparates empfohlen.


Saudi-Arabien

Aus den Städten Mekka und Jeddah im Westen des Landes werden steigende Zahlen von Dengue-Erkrankungen gemeldet. Die Krankheit verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.


Libyen

In der Stadt Tubruq wurden Beulenpest-Fälle diagnostiziert. Die Küstenstadt liegt im Nordosten des Landes ca. 125 km von der ägyptischen Grenze entfernt. Die WHO hat ein Team nach Libyen gesendet, um die Erkrankungsfälle zu untersuchen. Es handelt sich um die ersten Pest-Erkrankungen im Land seit 25 Jahren.

 

Quelle: CRM travel.NET- Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 10.06.2009

Thailand. Indien

Seit etwa einem Jahr werden aus dem äußersten Süden Thailands vermehrt Fälle von Chikungunya gemeldet, in diesem Jahr kam es bis Ende Mai bereits zu mehr als 22.000 Erkrankungen. Inzwischen gibt es die ersten Fälle in den bei Touristen beliebten Orten Phuket und Krabi. So wurde bei einer 43-jährigen Belgierin nach Rückkehr aus Phuket Chikungunya diagnostiziert. Auch eine 24-jährige Touristin aus Hamburg erkrankte nach Thailandaufenthalt. Am stärksten betroffen sind die vier Provinzen Naratiwas, Songkla, Pattani und Yala an der Grenze zu Malaysia. Ausbrüche von Chikungunya werden auch aus den südwestindischen Bundesstaaten Karnataka und Kerala gemeldet.

Die Viruskrankheit wird von überwiegend tagaktiven Mücken übertragen und verläuft grippeähnlich. Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem während und nach den Regenzeiten. Reisende sollten sich vor Stechmücken schützen.


China

In Hanzhong in der Provinz Shaanxi (Zentralchina) sind seit Ende März acht Menschen an Tollwut verstorben. Im gleichen Zeitraum wurden mehr als 5.000 Personen aufgrund von Hundebissen behandelt. China ist derzeit nach Indien das Land mit den höchsten Fallzahlen bei Menschen und Tieren, speziell Hunden. Bei verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine vorbeugende Impfung wird vor allem bei vorhersehbarem Risiko und bei längeren Aufenthalten dringend empfohlen. Eine Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt sollte rechtzeitig vor der Reise erfolgen.


Französisch Polynesien

Seit Anfang des Jahres stieg die Zahl der aus Französisch Polynesien (französisches Überseegebiet im südlichen Pazifik) gemeldeten Dengue-Erkrankungen auf 1.000 an. Die meisten Fälle traten auf den Inseln Bora Bora, Tahaa, Tahiti und Moorea auf. Die Virusinfektion verläuft grippeähnlich, das Krankheitsbild geht in der Regel mit Fieber sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen einher. Reisende sollten Schutz vor den tag- und nachtaktiven Überträgermücken beachten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 27.05.2009

Türkei

Das gewöhnlich durch Zecken, gelegentlich aber auch von Mensch zu Mensch übertragene Krim-Kongo hämorrhagische Fieber breitet sich in der Türkei weiter aus. Aktuell betroffen sind weite Teile Anatoliens. Die Zahl der Todesfälle in diesem Jahr ist im Mai auf vier angestiegen. Die Erkrankung geht mit Fieber, schweren Allgemeinerscheinungen und gelegentlich Blutungen einher und tritt besonders in der warmen Jahreszeit auf. Der Erreger, ein Virus, kommt vor allem im zentralen, nördlichen und östlichen Anatoliens vor. Während im vergangenen Jahr auch touristische Gebiete in der Umgebung von Antalya betroffen waren, wurden in diesem Jahr aus den Urlaubsgebieten im Süden der Türkei bisher keine Fälle berichtet. Reisende sollten Schutz vor Zeckenstichen beachten und Kontakt mit Kranken meiden.


Indien

Im Mai beginnt in Indien die Übertragungssaison für die Japanische Enzephalitis. Sie endet im Oktober und hat ihren Gipfel erfahrungsgemäß im August bis September. Die Viruskrankheit, die zu Hirnentzündungen führen kann, wird durch nachtaktive Stechmücken übertragen und ist in weiten Teilen Asiens verbreitet. Aus dem Bundesstaat Uttar Pradesh im Norden werden die ersten Verdachtsfälle gemeldet. Reisende mit einem besonderen Infektionsrisiko, vor allem Langzeitreisende in ländliche Regionen Asiens (insbesondere während der Regenzeit), sollten geimpft sein.


"Schweinegrippe"

Im Zeitraum vom 17. April bis 25. Mai erkrankten in Mexiko insgesamt 4.174 Menschen an der so genannten "Schweinegrippe", 80 sind daran verstorben. Der Höhepunkt der Epidemie war am 26. April, seither ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen kontinuierlich rückläufig. In Mexiko hat sich inzwischen eine Normalisierung des öffentlichen Lebens eingestellt. Staatliche Einrichtungen, Restaurants, Bibliotheken, Museen, Kirchen, Schulen und Universitäten sind wieder geöffnet. Aufgrund der überwiegend milden Krankheitsverläufe und der inzwischen weiträumigen Ausbreitung der Infektion ist eine auf Mexiko begrenzte Reisewarnung nicht mehr gerechtfertigt. Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung am 19. Mai aufgehoben, auch die meisten anderen Staaten haben inzwischen ihre Reisewarnungen für Mexiko wieder gelockert.

Bis zum 25. Mai meldeten weltweit 46 Länder mehr als 12.500 Erkrankungsund 91 Todesfälle an der neuen Grippe. In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Erkrankungen inzwischen auf 17 angestiegen. Neun Patienten infizierten sich in Mexiko, drei in den USA und fünf in Deutschland.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 13.05.2009

Argentinien

Der Norden Argentiniens erlebt aktuell die schwerste Dengue-Epidemie seit 1998. In den Provinzen Jujuy, Salta, Chaco, Cordoba, Santa Fe und Catamarca wurden in diesem Jahr nach offiziellen Meldungen bereits mehr als 23.000 Dengue-Erkrankungen und sechs Todesfälle registriert. Am stärksten betroffen ist die Grenzregion zu Bolivien, das aktuell eine ausgeprägte Dengue-Epidemie durchlebt. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Stechmücken schützen.


Brasilien

In Brasilien steigt die Zahl von Gelbfieber-Infektionen. Bis Ende April wurden 43 Erkrankungen mit 16 Todesfällen aus den Bundesstaaten Sao Paulo und Rio Grande do Sul gemeldet. Mit einem Übertragungsrisiko ist mit Ausnahme eines schmalen Streifens entlang der Küste landesweit zu rechnen. Impfschutz wird bei Reisen ins Landesinnere dringend empfohlen; das gilt auch für Städte sowie für den Iguazu-Nationalpark.


Vietnam

Nach den für diese Jahreszeit ungewöhnlich starken Regenfällen der letzten Wochen steigt die Zahl der Dengue-Erkrankungen an. Mehrere Krankenhäuser in Ho Chi Minh City und in anderen Regionen im Süden des Landes melden hohe Fallzahlen. Einige Bezirke Ho Chi Minhs verzeichnen einen Anstieg von 300% im Vergleich zum Vorjahr. Bis Ende April wurden landesweit bereits mehr als 13.000 Erkrankungen und elf Todesfälle gemeldet. Reisende sollten Mückenschutz beachten.


Indien

Aus Mumbai (Bombay) werden steigende Malaria-Fallzahlen gemeldet. In der ersten Maiwoche wurden 307 Erkrankungen registriert, bereits im April war mit 1.351 Erkrankungen ein Anstieg um 71 % im Vergleich zum April 2008 zu verzeichnen. Bei den meisten Fällen handelte es sich um Malaria tertiana, die weniger gefährliche Form der Malaria, nur bei einem geringen Teil der Erkrankungen um die unter Umständen lebensbedrohliche Malaria tropica. Reisenden ist eine sorgfältige Expositionsprophylaxe (Mückenschutz in der Dämmerung und nachts) und die Mitnahme eines Standby-Präparates für eine eventuelle notfallmäßige Behandlung zu empfehlen.


Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 29.04.2009

"Schweinegrippe"

Aus Mexiko, den USA und einer Reihe anderer Länder weltweit werden seit Ende April vermehrt Grippe-Erkrankungen gemeldet, die durch Influenza A(H 1 N 1) verursacht wurden. Es handelt sich um einen neuen Erreger, der von Mensch zu Mensch übertragbar ist und in seiner Erbinformation Teile von Grippe-Viren des Typs A vom Schwein, vom Menschen und auch von Vögeln aufweist.

Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen steigt weiter an. Neben Mexiko, von wo aus sich der Grippe-Erreger durch Reisende verbreitet, meldeten bis zum 28. April die USA, Großbritannien, Israel, Kanada, Neuseeland und Spanien Fälle von Schweinegrippe. Das Robert Koch-Institut in Berlin hat am 29.4.2009 drei Erkrankungsfälle in Deutschland bei Rückkehrern aus Mexiko bestätigt. Weitere Länder (unter anderem Australien, Brasilien, Guatemala, Frankreich, Peru und Süd-Korea) melden Verdachtsfälle bei erkrankten Reisenden. Aufgrund der unklaren Situation zur weiteren Ausbreitung der Schweinegrippe rät das Auswärtige Amt von nicht unbedingt erforderlichen Mexiko-Reisen derzeit dringend ab.

Die Übertragung des neuen Virus erfolgt über Tröpfcheninfektion beim direkten Kontakt mit Infizierten, auch schon beim Sprechen, Husten oder Niesen. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, liegt bei maximal einer Woche. Typische Symptome der Schweinegrippe sind Fieber, Müdigkeit, Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit sowie Husten.

Die übliche Grippe-Impfung bietet keinen Schutz vor der Schweine-Influenza.

Zur Vorbeugung einer Infektion empfiehlt sich das Einhalten von allgemeinen Hygieneregeln, darunter das regelmäßige Händewaschen mit Wasser und Seife. Enger Kontakt mit Kranken sowie größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.



Kambodscha


Behörden und Experten warnen vor einer neuen Dengue-Epidemie. Mit Einsetzen der Monsunregenfälle im Mai wird mit einem höheren Übertragungsrisiko und Anstieg der Fallzahlen für diese grippeähnliche Viruskrankheit gerechnet, auch in den Städten. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.



Nigeria

Bis Mitte April wurden landesweit mehr als 39.000 Erkrankungen an Meningokokken-Meningitis (durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung) registriert. Während der Trockenzeit (Dezember-April) kommt es in den Ländern des "Afrikanischen Meningitisgürtels" regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Die Übertragung des Erregers erfolgt durch Tröpfcheninfektion über die Atemluft.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf






REISEMEDIZIN - aktuell vom 16.04.2009

Brasilien

Aus den brasilianischen Staaten Minas Gerais, Espirito Santo, Bahia, Maranhao, Pemambuco, Roraima, Acre, Amapa und Rio de Janeiro werden Ausbrüche von Denguefieber gemeldet. Am stärksten betroffen ist der Bundesstaat Bahia, hier wurden bis Ende März mehr als 32.000 Erkrankungen und 30 Todesfälle registriert, dreimal mehr als im Vergleichszeitraum 2008. Bei hochsommerlichen Temperaturen und Niederschlägen in den nächsten Wochen ist mit steigenden Fallzahlen zu rechnen. Reisende sollten sich Vor den tag- und nachtaktiven Überträgermücken schützen.


Großbritannien

Seit Anfang des Jahres werden Mumps-Ausbrüche an einer Vielzahl von Schulen und Universitäten landesweit gemeldet. Die Anzahl der Neuerkrankungen ist bis Ende März auf 1.470 gestiegen, dreimal so viele Infektionen wie im Vorjahreszeitraum. Mehr als zwei Drillei der Patienten sind Jugendliche und Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahre. Nach dem deutschen Impfkalender sind 2 Masern-Mumps-Röteln-Impfungen für alle Kinder vorgesehen. Ein fehlender Impfschutz kann auch später jederzeit, z.B. anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.


Indonesien

Von den diesjährigen Dengue-Ausbrüchen ist schwerpunktmäßig wiederum Java betroffen, vor allem der Osten der Insel sowie die Hauptstadt Jakarta. So meldeten im März mehrere Krankenhäuser in Jakarta hohe Fallzahlen. Aus West-Java wurden bis Ende März mehr als 6.000 Erkrankungen und 47 Todesfälle gemeldet. Mit einem Übertragungsrisiko ist landesweit zu rechnen. Reisende sollten Mückenschutz beachten.


Thailand

Seit Mitte 2008 werden aus dem äußersten Süden Thailands vermehrt Fälle von Chikungunya gemeldet, einer von Stechmücken übertragenen Virusinfektion, die mit Fieber und starken Gelenk- und Muskelschmerzen einhergeht. In diesem Jahr wurden bis Mitte März bereits 10.560 Erkrankungen registriert. Am stärksten betroffen sind die vier Provinzen Naratiwas, Songkla, Pattani und Yala an der Grenze zu Malaysia. Schutz vor den tag- und nachtaktiven Überträgermücken beachten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 01.04.2009

Brasilien

Bis Mitte März wurden fünf Gelbfieber-Erkrankungen mit zwei Todesfällen aus dem Bundesstaat Sao Paulo bestätigt. Im Januar waren bereits vier Gelbfieber-Todesfälle aus Rio Grande do Sul gemeldet worden. Mit Ausnahme eines schmalen Streifens entlang der Küste besteht landesweit ein Übertragungsrisiko. Bei Reisen ins Landesinnere wird Impfschutz dringend empfohlen; das gilt auch für Städte sowie für den Iguazu-Nationalpark. Reisende sollten sich rechtzeitig vor der Reise von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt beraten lassen.


Indonesien

Am 23. März verstarb ein 46-jähriger Mann auf Bali an Tollwut. Damit erhöht sich die Zahl der Personen, die in den letzten Monaten auf der Insel an Tollwut gestorben sind, auf acht. Nachdem Bali in den letzten Jahren offiziell als tollwutfrei gegolten hatte, wurde im November 2008 im Süden der Insel erstmalig wieder ToIlwut bei einem streunenden Hund nachgewiesen. Behörden initiierten eine Massenimpfung von Haushunden und Tötungen von streunenden Hunden.

Auch auf der Insel Flores starb im November ein dreijähriger Junge nach einem Hundebiss an ToIlwut. In den letzten zehn Jahren wurden 135 FäIle auf Flores registriert. Man schätzt, dass es ca. 200.000 streunende Hunde auf der Insel gibt. Risikoreisende sollten geimpft sein.


Namibia

Während der Regenzeit, die im November beginnt und bis April/Mai andauert, muss in den ausgewiesenen Malariagebieten mit einem zunehmenden Übertragungsrisiko gerechnet werden. Im Norden des Landes kam es aufgrund der starken Regenfälle und Überschwemmungen der letzten Wochen zu fast 8.000 Malaria-Erkrankungen und 25 Todesfällen. Reisende in die nördlichen Landesteile sollten Malaria-Chemoprophylaxe und Schutz vor dämmerungs- und nachtaktiven Stechmücken beachten.


Vietnam

Bei dem schwersten Masern-Ausbruch seit zehn Jahren sind bis Mitte März mindestens 4.000 Personen in 47 Provinzen landesweit erkrankt. Nach dem deutschen Impfkalender sind zwei Masern-Mumps-Röteln-Impfungen für alle Kinder vorgesehen. Ein fehlender Impfschutz kann auch später jederzeit, z.B. anlässlich einer Reise, nachgeholt werden.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 18.03.2009

Argentinien

In den vier nördlichen Provinzen Jujuy, Salta, Chaco und Catamarca wurden dieses Jahr bereits mehr als 700 Dengue-Erkrankungen und ein Todesfall registriert. Am stärksten betroffen ist die Grenzregion zu Bolivien, das aktuell eine ausgeprägte Dengue-Epidemie durchlebt. Reisende sollten sich vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.


Jamaika

In der Hauptstadt Kingston wurden seit Anfang des Jahres fünf Malaria-Erkrankungen registriert. Seit 2006 kommt es wiederholt zu Malaria-Infektionen auf Jamaika, zuvor war die Karibikinsel 40 Jahre malariafrei. Reisenden wird ein sorgfältiger Schutz vor Stechmücken in den Abend- und Nachtstunden empfohlen. Bei Fieber ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine regelmäßige Chemoprophylaxe ist nicht erforderlich.


Nigeria

Bis Mitte März wurden landesweit mehr als 9.000 Erkrankungen und 562 Todesfälle an Meningokokken-Meningitis (durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung) registriert. Betroffen sind 22 der 37 Bundesstaaten, größere lokale Ausbrüche werden u.a. aus Gombe und Bauchi im Norden des Landes gemeldet. Während der Trockenzeit (Dezember bis April) kommt es in den Ländern des sogenannten "Afrikanischen Meningitisgürtels" regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Impfschutz beachten.


Sri Lanka

In den letzten Monaten wurden landesweit mehr als 2.000 Dengue-Erkrankungen registriert, ein Anstieg um 15% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Colombo. Das Dengue-Risiko ist insbesondere während und einige Wochen nach den Monsunregenfällen erhöht. Reisende sollten Mückenschutz beachten.


Thailand

Zwei schwedische Touristen erkrankten innerhalb von einer Woche an Malaria tropica, der gefährlichsten Malaria-Form. Beide besuchten im Februar unabhängig voneinander den Khao Sok Nationalpark im Süden des Landes (ca. 70 km nordöstlich von Khao Lak, Provinz Surat Thani). Nach Angaben der Nationalparkbehörde ist Khao Sok malariafrei. Reisende sollten sich in der Dämmerung und nachts vor Stechmücken schützen und bei Fieber umgehend einen Arzt konsultieren.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 04.03.2009

Namibia

Aus der Hauptstadt Windhoek wird eine ungewöhnliche Häufung von Tollwut-Fällen bei Hunden gemeldet. Nach Angaben des veterinärmedizinischen Instituts erkrankten in den letzten Wochen fas 50 Hunde an der Tollwut. Eine groß angelegte Impfkampagne wurde initiiert. Nach verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Da eine adäquate postexpositionelle Versorgung in Afrika nicht immer gewährleistet ist, sollten Risiko-Reisende prophylaktisch geimpft sein. Hier finden Sie Näheres zur Tollwut.

Australien

Dengue: Der Ausbruch im Cairns in Bundesstaat Queensland (N) hat sich ausgebreitet. Bis Ende Februar wurde eine Dengue Infektion bei 519 Erkrankten nachgewiesen. Auch aus Townsville, (300km südlich von Cairns) und Port Douglas (60km nördlich von Cairns) werden Erkrankungen gemeldet. Aufgrund der starken Regenfälle in den den letzten Wochen ist ein weitere Anstieg der Fallzahlen zu befürchten. Zuletzt gab es 2004 einen Dengueausbruch in Cairns. Schutz vor tagaktiven Stechmücken beachten.


Bolivien

Die Dengue-Ausbrüche, in den Tieflandprovinzen Santa Cruz, Beni, Pando und Cochabamba haben deutlich an Intensität zugenommen. Seit Anfang des Jahres wurden bereits mehr als 31.000 Erkrankungen, 80 Fälle von hämorrhagischen Fieber und 18 Todesfälle registriert, die meisten aus Santa Cruz. Mit einem Rückgang ist erst nach Ende der Regenzeit im April zu rechnen. Schutz vor tagaktiven Stechmücken beachten.


Fidschi

Nach den heftigen Unwettern und Überschwemmungen ist es zu einem Anstieg von Leptospirose-Fällen registriert worden. Bis Mitte Februar erkrankten mindestens 14 Personen, wovon 4 Patienten verstarben. Die Dunkelziffer der Infizierten dürfte deutlich höher liegen. Eine Aufklärung des Reisenden über den Infektionsweg (percutan über Hautverletzungen in Feuchtbiotopen oder Binnengewässern, die mit Nagerurin speziell von Ratten und Mäusen kontaminiert sind) ist sinnvoll. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.


Indien

Aus dem Bundesstaat Meghalaya (NE) wird ein Meningokokken-Meningitis-Ausbruch mit bisher mehr als 2.000 Erkrankten und 230 Todesfällen gemeldet. In den letzten Jahrzehnten kam es in Indien wiederholt zu Meningitis Ausbrüchen, insbesondere durch die Serogruppe A verursacht. Impfschutz bei Risikoreisenden mit engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung beachten.


Indien

Poliomyelitis (Kinderlähmung): Trotz flächendeckender Impfkampagnen gehört Indien noch immer zu den vier Ländern mit endemischer Polio und steht mit den Fallzahlen weltweit nach Nigeria an zweiter Stelle. Bis Ende Februar wurden 13 Erkrankungen registriert. 2008 wurden 557 Erkrankungen gemeldet. Hygiene und Impfschutz beachten.


Malaysia

Dengue (DEN), Chikungunya (CHIC): Beide grippeähnlich verlaufenden, mückenübertragenen Viruskrankheiten sind wie in ganz SO-Asien auch in Malaysia endemisch, vor allem auf der Halbinsel. Da es hier keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ständig mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden regional ansteigt. DEN: Aktuell zeichnet sich einer der schwersten Ausbrüche in der Geschichte des Landes ab. So wurden dieses Jahr bereits mehr als 7.900 Erkrankungen und 18 Todesfälle bestätigt. Derzeit werden die meisten Fälle von DEN aus der Provinz Selangor und der Hauptstadt Kuala Lumpur gemeldet. CHIC: In den ersten fünf Wochen des Jahres 2009 wurden insgesamt 109 Chikungunya-Erkrankungen gemeldet. 2008 wurden 4.000 Erkrankungen landesweit registriert. Betroffen sind u.a. Johor, Perak, Negri Sembilan, Selangor und Malacca. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

REISEMEDIZIN - aktuell vom 28.01.2009

Australien

Bei einem Ausbruch von Dengue-Fieber in Cairns im Bundesstaat Queensland an der Nordostküste Australiens wurden bis Mitte Januar 180 Infektionen nachgewiesen. Auch aus Townsville (300 km südlich von Cairns) werden Erkrankungen gemeldet. Aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Wochen ist ein weiterer Anstieg der Fallzahlen zu befürchten. Zuletzt gab es 2004 einen Dengue-Ausbruch in Cairns. Reisende sollten sich vor tagaktiven Stechmücken schützen.


Indien

Bei zwei europäischen Reisenden (einem Schweizer und einem Briten) wurde in den letzten Wochen nach ihrer Rückkehr aus Goa eine Malaria tropica diagnostiziert. Beide Krankheitsverläufe waren komplikationslos. Zuletzt gab es im Winter 2006/2007 vermehrt Malaria tropica-Erkrankungen bei europäischen Reisenden. Konsequenter Schutz vor den dämmerungs- und nachtaktiven Überträgermücken und Mitnahme eines Medikaments zur Standby-Prophylaxe ist anzuraten.



China

Seit Anfang 2009 sind in China bereits fünf Menschen an Vogelgrippe verstorben. Es handelt sich dabei um die ersten menschlichen Fälle seit fast einem Jahr. Aus Hongkong und aus Jiangsu im Osten des Landes wurden Mitte Dezember Ausbrüche der gefährlichen Form der Vogelgrippe (H5N 1) auf mehreren Geflügelfarmen bestätigt. Zuvor gab es im letzten Jahr in China vier größere Ausbrüche bei Haustieren, je einer in der Xinjiang-Provinz im Nordwesten und in der Guizhou-Provinz im Südwesten des Landes, sowie zwei in Tibet. Seit dem ersten Auftreten der Vogelgrippe bis Januar 2009 wurden in China insgesamt 37 menschliche Erkrankungen mit 25 Todesfällen durch Influenza A(H5N 1) registriert, davon drei im letzten Jahr, die alle tödlich endeten. Bei den meisten Betroffenen ließen sich unmittelbare Kontakte zu befallenen Tieren nachweisen.


Malaysia

In den ersten Wochen des Jahres 2009 kam es zu einem deutlichen Anstieg der Dengue-Fallzahlen. Landesweit wurden 3.211 Erkrankungen bestätigt, mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die meisten Fälle werden aus der Hauptstadt Kuala Lumpur und aus Selangkor gemeldet. Da es in Malaysia keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ständig mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden regional ansteigt.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

 

REISEMEDIZIN - aktuell vom 14.01.2009

Argentinien, Brasilien

Mit Nachweisen bei verendeten Affen und sechs bestätigten menschlichen Erkrankungen ist das Gelbfieber-Virus zu Beginn des letzten Jahres erstmals wieder in Argentinien aufgetreten. Betroffen ist ausschließlich die Provinz Misiones im äußersten Norden des landes. Dort verstarb Ende Dezember ein 19-jähriger Mann an Gelbfieber.

In Brasilien besteht mit Ausnahme eines schmalen Streifens entlang der Küste landesweit ein Geibfieber-Übertragungsrisiko. Anfang Januar wurde Gelbfieber als Todesursache einer 31-jährigen Frau aus Palmeira das Missoeis im Bundesstaat Rio Grande do Sul im Süden des landes bestätigt. Im letzten Jahr wurden etwa 70 Erkrankungen mit 21 Todesfällen vor allem aus den südlichen Bundesstaaten gemeldet. Impfschutz wird bei Reisen ins Landesinnere dringend empfohlen; das gilt auch für Städte sowie für den Iguazú-Nationalpark.


Simbabwe

Simbabwe erlebt aktuell den größten Cholera-Ausbruch seiner Geschichte. Betroffen sind inzwischen alle zehn Provinzen, vor allem Harare, Beitbridge, Mudzi und Chitungwiza. Bis Anfang Januar erkrankten mehr als 36.000 Personen, über 1.800 verstarben. Simbabwe hat den nationalen Notstand ausgerufen. Aufgrund der anhaltenden Sommerregenfälle ist mit einer weiteren Ausweitung der Epidemie zu rechnen. Hygiene beachten. Risikoreisende sollten geimpft sein.


Europa

Die Grippewelle hat in Europa, insbesondere in Westeuropa, früher als in den vergangenen Jahren begonnen. Besonders betroffen ist derzeit Portugal, auch Irland und Großbritannien berichten über die stärkste Grippewelle seit acht Jahren. Insgesamt elf Länder, u. a. Spanien, Frankreich und Italien, melden mittlere Aktivität, fast alle mit steigender Tendenz. Nahezu alle Teile Österreichs sind inzwischen von der Grippe erfasst. In Deutschland sind bisher insbesondere die nördlichen und westlichen Bundesländer (Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen) betroffen. Die Osteuropäischen Länder melden hingegen weiterhin geringe Influenza-Intensität.

Eine Grippe-Impfung ist auch jetzt in der Regel noch sinnvoll; sie wird vor allem für Menschen über 60 Jahre, für chronisch Kranke und für Personen mit viel Kontakt zu anderen empfohlen. Es dauert etwa zehn bis vierzehn Tage, bis der Impfschutz durch das körpereigene Immunsystem aufgebaut ist.

Quelle: CRM - Zentrum für Reisemedizin, Düsseldorf

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