1. Die Prostata
2. Lage der Prostata – so führt das Prostataadenom und die Prostataentzündung zum Harndrang und zu anderen Prostatabeschwerden
3. Prostataadenom - Häufigkeit und Beschwerden
4. Die Behandlung der Prostatavergrößerung
4.1 Die schulmedizinische und phytotherapeutische Behandlung des gutartigen Prostataleidens
4.2 Die Neuraltherapie bei Prostatavergrößerung und häufigem Harndrang - eine effektive Hilfe
Die Prostata (προστάτης Vorsteher, Vordermann) oder Vorsteherdrüse ist eine männliche Geschlechtsdrüse und produziert einen Teil der Samenflüssigkeit. Sie liegt unterhalb der Harnblase. Durch die Mitte der Prostata verläuft die Harnröhre (Urethra). Damit kann das Gewebe der Vorsteherdrüse bei einer krankhaften Prostatavergrößerung (Prostataadenom) die Harnröhre mehr oder weniger zusammendrücken.


Bladder = Harnblase
Prostate = Prostata
Rectum = Mastdarm
Seminal vesicle = Samenbläschen
Ejaculatory duct = Samenleiter
Prostatic urethra = Anteil der Harnröhre, der durch die Prostata zieht

Wegen des Verlaufs der Harnröhre durch die Prostata, kann es durch eine Vergrößerung der Prostata zu Problemen beim Wasserlassen und zum Harndrang kommen.
Die Störungen beim Wasserlassen können Ausmaße erreichen, die die Lebensqualität beeinträchtigen: Viele, die stark von dieser Männer-Volkskrankheit der Prostata betroffen sind, haben einen erheblichen Leidensdruck.
Manche schlafen nachts kaum, weil sie ständig zur Toilette müssen. Wenn sie dann tagsüber unterwegs sind, kennen sie fast jede Toilette der Stadt.
Die Prostata kann vom Enddarm aus mit den Fingern ertastet und untersucht werden.
Des Weiteren kann die Prostata durch Ultraschall untersucht werden. Indirekte Aussagen erhält man auch über Laboruntersuchungen des Blutes.
Männer im mittleren bis höheren Lebensalter entwickeln mit der Zeit eine gutartige Vergrößerung der Prostata (= BPH, Benigne Prostata-Hyperplasie). Das Risiko beträgt 10-20% bei 50 bis 59-jährigen und 25-35% bei 60 bis 69-jährigen. Etwa ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Prostata schleichend zu wachsen.
Typische – und oft quälende – Symptome: Schmerzen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, erschwertes und lang andauerndes Wasserlassen. Das kann sogar so weit gehen, dass durch einen Rückstau des Urins die Nieren geschädigt werden.
Die gutartige Prostatahyperplasie (BPH) kann schulmedizinisch, phytotherapeutisch und mittels Neuraltherapie behandelt werden.
Behandelt wird die Prostata-Vergrößerung ab einem gewissen Ausmaß durch Medikamente. Hierbei kommen einerseits pflanzliche Präparate zum Einsatz (Kürbiskern-Extrakte, Brennnesselwurzel-Extrakte, Sägepalmen-Fruchtextrakte u. a.) oder auch chemische Präparate, wie Alpha-1-Blocker oder 5-Alphareduktasehemmer.
Falls das nicht ausreichend wirkt, was leider öfters der Fall ist, wird in der Regel die operative Verkleinerung der Prostata durch die Harnröhre hindurch vorgenommen.
Als Standardverfahren gilt hierbei die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P). Mit einem durch die Harnröhre eingeführten optischen Instrument wird das störende Gewebe unter Video-Kontrolle mit einer Schlingenelektrode mittels Hochfrequenzstrom reseziert ("abgehobelt"). Die entstehenden Gewebespäne werden über das Instrument geborgen und können histologisch (feingeweblich) untersucht werden.
Die TUR-P stellt ein sehr sicheres Verfahren dar, operationsbedingte Risiken sind gering. Das Hauptrisiko resultiert aus einer verstärkten Blutung, die meist jedoch von selbst sistiert. In wenigen Fällen ist jedoch die Gabe von Blutkonserven notwendig oder ein erneuter Eingriff durch die Harnröhre um die Blutungsquelle zu veröden. Weitere, sehr seltene, – allerdings eingreifende – unerwünschte Operationsfolgen stellen eine Impotenz oder eine Inkontinenz dar.
Auch die Thermokoagulation oder die Behandlung mit Laser sind Möglichkeiten der Behandlung einer vergrößerten Prostata. Diese Methoden werden, genau wie die pflanzlichen Arzneien, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bezahlt.
Die lästigen Beschwerden bei Prostatavergrößerung - häufiges Wasserlassen und Harndrang – lassen sich mit Therapie-Verfahren der Naturheilkunde gut beeinflussen: Mittel der Wahl ist die Neuraltherapie nach Huneke.
Mit nur wenigen Behandlungen wird in vielen Fällen die Prostata deutlich kleiner - der Harndrang bessert sich erheblich, die Häufigkeit des Wasserlassens reduziert sich. Und die Erfolge sind meist lang anhaltend.
Lesen Sie hier mehr über die Neuraltherapie nach Huneke.