Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie, Erkrankungen der Bewegungsorgane und Regulationsmedizin
Internistische Hausarztpraxis
  
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Letzte Aktualisierung:  29.03.2010

Knochennekrosen durch Osteoporose-Medikamente

Nebenwirkungen schulmedizinscher Therapien können beträchtlich sein - manchmal ist Zurückhaltung gegenüber den neuesten Forschungsprodukten auf dem Pharma-Markt notwendig.
Prof. Dr. Dr. J. E. Zöller

Wie Herr Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Joachim E. Zöller von der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie der Universität zu Köln im Rahmen des 112. Kongresses des Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V. in Freudenstadt am 3.3.2007 berichtete, treten seit dem Jahr 2003 mit zunehmender Tendenz Knochennekrosen (Nekrose=Gewebsuntergang) vor allem im Unterkiefer-Bereich auf, die einer Therapie sehr schwer zugängig sind.

Offensichtlich stehen diese im Zusammenhang mit der Einnahme von modernen Bisphosphonaten. Diese Medikamentengruppe wird eingesetzt zur Osteoporosetherapie.

Bisphosphonate haben eine hohe Affinität zur Knochenoberfläche. Sie hemmen die Osteoklasten, das sind die knochenabbauenden Zellen, und sie führen dadurch zu einer verminderten Knochenresorption.

Vor allem die hochwirksamen, neueren Bisphosphonate, die zum Teil sehr lange im Körper verbleiben, machen den Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen in diesem Zusammenhang große Sorgen.

Prof. Zöller zu seinen Kollegen: "Ich würde an Ihrer Stelle die älteren Bisphosponate, wie Clodronat, Etidronat, Pamidronat oder Tiludronat verordnen. Bei diesen haben wir solche Nebenwirkungen bisher nicht beobachten können."

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