Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie, Erkrankungen der Bewegungsorgane und Regulationsmedizin
Internistische Hausarztpraxis
  
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Letzte Aktualisierung:  05.03.2010

Hilfe bei Harndrang und anderen Problemen beim Wasserlassen

Über Harndrang redet man oft nicht. Harndrang kann jedoch sehr unangenehm und störend sein.

Komplizierte Vorgänge des Nervensystems sorgen im Normalfall dafür, dass sich unsere Harnblase vollständig entleeren kann. Die Harnblase ist der Speicher des von den Nieren ständig gebildeten Urins. Rund fünfmal täglich werden etwa 0,3 bis 0,4 Liter Urin entleert.

Beim Gesunden kündet sich es sich frühzeitig an, wenn die Blase voll ist, selten zwingt der Harndrang zum unmittelbaren Aufsuchen einer Toilette. Ständiger Harndrang und häufiges Wasserlassen kann hingegen ein Krankheitsanzeichen sein.

Harndrang kann Hinweis auf Erkrankungen sein

Nicht selten kommt es zu Harndrang oder anderen Beschwerden beim Wasserlassen. So führen zum Beispiel häufig Stress, Entzündungen der Blase oder der Prostata (Prostatitis), aber auch ein Prostatakarzinom, zum häufigen Entleeren kleiner Urinmengen (Pollakisurie).

Von der Pollakisurie zu unterscheiden sind Abflussstörungen der übervollen Harnblase, wie sie bei der gutartigen Prostatavergrößerung, dem Prostataadenom (= Prostatahyperplasie) auftreten. Es kommt zu einem ständigen Harndrang, es werden kleine Mengen ausgeschieden, ohne dass die Harnblase sich ausreichend entleeren kann ("Überlaufblase").

Der Harndrang kann nicht unterdrückbar sein ("imperativer Harndrang"), unangenehmer Weise kommt es dann gerne  zum Urinverlust, bevor die rettende Toilette erreicht ist.

Folge einer Überlaufblase kann auch der Rückstau von Urin in die Nieren sein. Dadurch kann es zum Funktionsverlust der Nieren kommen, wenn der Arzt nicht rechtzeitig hinzugezogen wird.

Wichtig ist daher: Halten Beschwerden beim Wasserlassen (zum Beispiel häufiger Harndrang)  länger als wenige Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei sehr geringer oder fehlender Urinausscheidung muss sofort ein Arzt konsultiert werden.

Es gibt auch psychische Störungen der Harnentleerung (Paruresis), die außerhalb der privaten Umgebung, zum Beispiel beim Aufsuchen öffentlicher Bedürfnisanstalten auftreten: die Harnentleerung startet teilweise mit erheblicher Verzögerung oder ist ganz unmöglich, obwohl der Betroffene Harndrang empfindet.

Hilfe bei der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH - benigne Prostatahyperplasie)

Bei Harndrang infolge Prostatavergrößerung kann Ihnen die Neuraltherapie nach Huneke wirksam helfen. Schon wenige Behandlungen können anhaltend zur deutlichen Verkleinerung der Prostata führen, der Urin kann wieder ungestört fließen.  Die Probleme beim Wasserlassen finden ein Ende, der Harndrang bestimmt nicht mehr den Alltag.

Lesen Sie hier mehr über die gutartige Prostatavergrößerung und ihre Behandlung.

Bei Harndrang und Prostatavergrößerung hilft die Neuraltherapie
Vom Harndrang Betroffene lernen viele Toiletten kennen. - © Rainer Schmittchen - fotolia

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