Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie, Erkrankungen der Bewegungsorgane und Regulationsmedizin
Internistische Hausarztpraxis
  
Wissenswertes & Hilfreiches > Medizin-Infos > Giftquallen
Letzte Aktualisierung:  09.08.2008

Gefährliche Giftquallen!

Feuerqualle – © pmac - Fotolia.com

Das Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf meldet am 6. August 2008:

"Aufgrund der erhöhten Wassertemperaturen wurden zuletzt große Quallenschwärme vor Spaniens Küsten beobachtet. Während vor den Baleareninseln Mallorca und Ibiza vor allem Feuerquallen gesichtet wurden, wird aus dem nordspanischen Kantabrien (Golf von Biscaya) ein Auftreten der besonders gefürchteten Staatsquallen gemeldet, zu denen auch die Portugiesische Galeere (Physalia physali) gehört. Um Urlauber zu schützen, wurden an einigen Stränden gelbe Warnflaggen gesetzt."

Badeurlauber sollten ein wenig über diese Quallen wissen:

Eine Flasche Essig in der Strandtasche kann bei Kontakt nütztlich sein: Nach Kontakt mit einer Qualle sollten auf der Haut haftende Tentakel sofort mit Essig abgewaschen werden. Das inaktiviert die noch nicht entladenen Nesselzellen. Auf keinen Fall dürfen die Kontaktstellen mit Süßwasser gewaschen werden. Denn dann entladen sich die Nesselzellen.

Vor allem für Kinder ist der Nessel-Kontakt kritisch und kann sehr gefährlich sein: Eine Qualle dosiert ihr Gift nicht. Ein Kind bekommt die gleiche Dosis Gift ab wie ein Erwachsener. Deshalb sind die Symptome bei Kindern schwerer, und die Sterberate ist bei ihnen wesentlich höher.

Schwere Vergiftung durch die Nesselzellen von Quallen ähneln Erfrierungen. Es kommt zu massiven Gewebsschwellungen. Und: Es gibt kein Gegengift gegen Quallengifte. Auch der Arzt kann nicht viel machen. Mitunter ist sogar eine Amputation nötig.

Der Kontakt mit diesen Giftquallen ist gefährlich und kann für Kinder tödlich sein. Wichtig: befallenen Hautstellen nicht berühren, nicht mit Süßwasser abwaschen. Am besten mit Essig begießen.
Portugiesische Galeeren

Zu den hochgiftigen Quallen gehört die Portugiesische Galeere. Was aussieht wie ins Meer geworfene Plastiktüten ist der über dem Wasser liegende blasige Teil der Quallen. Darunter hängen bis zu 20 Meter lange Tentakel voller giftiger Nesselzellen.

Portugiesische Galeeren gibt es vor allem im Pazifischen Ozean, aber auch vor den Kanarischen Inseln und vor Portugal. Verbreitet sind sie auch in der Karibik. Und 1975 waren große Schwärme sogar vor der niederländischen Küste anzutreffen. In diesem Frühjahr waren Giftquallen auch schon an den Stränden Floridas ein Problem und schränkten die Badefreuden ein.

Quallen treten zu bestimmten Jahreszeiten gehäuft auf.  An touristisch erschlossenen Stränden wird oft vor den Quallen gewarnt, was iauf Englisch so klingt: "Beware Portuguese Man of War!" Das sollte man erst nehmen und nicht ins Wasser gehen.

Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, Lycra-Anzüge anzuziehen. In Australien, wo giftige Quallen häufig sind, sei das inzwischen üblich, sagte Mebs. An australischen Stränden stehen oft Flaschen mit Essig

In Australien stehen an manchen Stränden alle 100 Meter blaue Flaschen mit Essig. Den sollte man sofort anwenden, wenn einer schreiend aus dem Wasser kommt. Über alle Hautstellen, an denen Quallen-Tentakel aufliegen - das sieht aus wie eine glibberige Masse -, sollte sofort eine größere Menge Essig - notfalls aus der nächsten Strandbar besorgt - gegossen werden. Dann wird das Gewebe Gelee-artig. So werden 80 bis 90 Prozent der noch nicht entladenen Nesselzellen inaktiviert. Das Beste, was man machen kann, ist noch zusätzlich Backpulver drüber zu geben.

Unter Verwendung eines Artikels aus der Ärzte-Zeitung vom 22.2.08

Aktuelles:

05.04.12

Herzinfarkt

Erhöhtes Risiko bei Schlafstörungen


15.01.12

Handy und Hirntumore

Gefahren bei Kindern und Jugendlichen


06.11.11

B-Vitamin-Mangel:

Häufiger Grund für Beschwerden


zum Archiv ->